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Machtkampf in Venezuela China fordert keine Einmischung des Westens in Venezuela

Die Krise in Venezuela spitzt sich weiter zu. Nun warnt China den Westen ungewöhnlich deutlich vor einer Einmischung in den Machtkampf.
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Jedes Land müsse allein über seine inneren Angelegenheiten entscheiden, forderte der chinesische Außenminister. Quelle: AFP
Wang Yi

Jedes Land müsse allein über seine inneren Angelegenheiten entscheiden, forderte der chinesische Außenminister.

(Foto: AFP)

Peking/Caracas China hat den Westen mit ungewöhnlichen scharfen Worten vor einer Einmischung in Venezuela gewarnt. Bei einer Einflussnahme von außen träten „die Gesetze des Dschungels“ in Kraft, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Freitag. Es könnte zu einem „Amoklauf“ kommen.

Auch Sanktionen würden die Spannungen nur weiter erhöhen. Jedes Land müsse allein über seine inneren Angelegenheiten entscheiden. „Die Geschichte hat uns oft genug gelehrt, dass dieser desaströse Weg nicht beschritten werden sollte.“

China steht in der Venezuela-Krise auf Seiten von Machthaber Nicolas Maduro. Viele westliche Staaten, darunter die USA und Deutschland, unterstützen den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido. Die USA haben bereits angekündigt, die Sanktionen gegen den krisengeschüttelten lateinamerikanischen Staat auszuweiten und schließen ein militärisches Eingreifen nicht aus.

Bundesaußenminister Heiko Maas hält auch EU-Sanktionen für denkbar. Die venezolanische Führung hat am Mittwoch die Ausweisung des deutschen Botschafters mit der Begründung veranlasst, dieser habe sich in interne Angelegenheiten des Landes eingemischt.

Am Wochenende könnte es in Venezuela zu einem weiteren Kräftemessen kommen. Guaido hatte zu Protesten gegen Maduro aufgerufen, dessen von Manipulationsvorwürfen begleitete Wiederwahl er nicht anerkennt. Maduro hat seinerseits ebenfalls Kundgebungen angekündigt.

Am Donnerstag war es in Venezuela Augenzeugen zufolge zu einem weitreichenden Stromausfall gekommen. Der Ausfall betraf neben der Hauptstadt Caracas 15 der insgesamt 23 Bundesstaaten des Landes. Elektrizitätsminister Luis Motta führte den Vorfall auf einen angeblichen Sabotageangriff auf ein Wasserkraftwerk zurück, ohne dafür Belege zu liefern.

In Venezuela kommt es regelmäßig zu Unterbrechungen in der Energieversorgung. Die Regierung gibt dafür politischen Gegnern die Schuld, die diese Probleme willentlich herbeiführten. Kritiker Maduros hingegen sehen in Korruption und mangelnden Investitionen in das Stromnetz die Gründe für die Ausfälle.

  • rtr
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