Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Machtkampf mit Regierung Argentiniens Zentralbankchef tritt zurück

Als Chef der Zentralbank vertrat Juan Carlos Fabrega einen strengen Kurs, um die hohe Inflation einzudämmen – im Gegensatz zum argentinischen Wirtschaftsminister Axel Kicillof. Nach knapp einem Jahr tritt Fabrega zurück.
02.10.2014 - 11:35 Uhr Kommentieren
In Erinnerung als Zentralbank-Chef bleibt Juan Carlos Fabrega den Argentiniern vor allem durch die starke, aber geordnete Abwertung des Peso. Quelle: Reuters

In Erinnerung als Zentralbank-Chef bleibt Juan Carlos Fabrega den Argentiniern vor allem durch die starke, aber geordnete Abwertung des Peso.

(Foto: Reuters)

Buenos Aires Der argentinische Zentralbankchef Juan Carlos Fabrega hat nach monatelangem Machtkampf mit der Regierung das Handtuch geworfen. Sein Nachfolger wird der bisherige oberste Finanzmarktaufseher Alejandro Vanoli, teilte ein Sprecher der Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Fabrega galt als Verfechter eines strengeren Kurses zur Eindämmung der Inflation, die mit 40 Prozent eine der höchsten der Welt ist. Er stand damit im Dauerkonflikt mit dem einflussreichen Wirtschaftsminister Axel Kicillof, der mit höheren Staatsausgaben die lahme Konjunktur beflügeln wollte.

Der Rücktritt löste ein Börsenbeben aus. Der Merval-Index brach um 8,2 Prozent ein. Auch die Kurse argentinischer Staatsanleihen gaben nach. „Das ist kein gutes Zeichen“, sagte Goldman-Sachs-Analyst Alberto Ramos zu dem Abtritt. „Fabrega wurde als mäßigende Stimme und als jemand wahrgenommen, der die Dynamik an den Finanzmärkten versteht.“

Ein Notenbank-Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Fabrega habe seinen Rücktritt „auf eine Weise vorgetragen, die eine Ablehnung unmöglich machte“. Er war erst im November vergangenen Jahres ernannt worden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In Erinnerung bleibt vor allem die von ihm gesteuerte starke, aber geordnete Abwertung der Landeswährung Peso. Das war Fabregas erster und zugleich letzter großer Sieg über Wirtschaftsminister Kicillof, der sich dagegen vergeblich gestemmt hatte.

    Vanoli übernimmt ein schwieriges Amt. Die ausländischen Währungsreserven, die von der Zentralbank kontrolliert werden, betragen nur noch 27,9 Milliarden Dollar. Das würde gerade ausreichen, um für etwa viereinhalb Monate die Importe zu bezahlen. Vanoli hat bislang die Eingriffe der Regierung in die Wirtschaft weitgehend verteidigt, ebenso den erhöhten Einfluss der Regierung auf private Unternehmen.

    „Vanoli wurde berufen, weil er die Politik des Wirtschaftsministers weniger bremsen dürfte“, sagte Ernesto Ambrosetti, Chef der mächtigen Sociedad Rural Argentina, die einige der größten Agrarbetriebe vertritt. „Und das wird nicht gut sein für Argentinien.“

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Machtkampf mit Regierung - Argentiniens Zentralbankchef tritt zurück
    0 Kommentare zu "Machtkampf mit Regierung: Argentiniens Zentralbankchef tritt zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%