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„Make America Great Again Committee“ Trump macht nach dem Wahlkampf Kasse – durch Spendenaufrufe

Der Präsident ruft seine Basis zu Spenden auf – unter falschem Vorwand. Seit der Wahl hat Donald Trump so viel Geld eingesammelt wie in keinem anderen Monat.
01.12.2020 - 17:36 Uhr 3 Kommentare
US-Präsident bittet um Spendengelder und führt seine Anhänger in die Irre. Quelle: dpa
Donald Trump

US-Präsident bittet um Spendengelder und führt seine Anhänger in die Irre.

(Foto: dpa)

Washington Donald Trump lässt nicht locker. „Die Wahl ist manipuliert“, schrieb er am Montagabend auf Twitter. In Arizona habe es „totale Wahl-Korruption“ gegeben. Es ist eine Woche her, dass der Präsident die offizielle Machtübergabe an Joe Biden eingeleitet hat.

Doch seine nicht fundierten Behauptungen haben sich seit der Wahlnacht nicht geändert, auch wenn seine Anwälte vor Gericht eine Niederlage nach der anderen kassiert haben. Das passt zu Trump, der als schlechter Verlierer gilt. Doch es ist auch ein lukratives Geschäft.

Seine Wahlkampf-Organisationen sollen nach dem Wahltag am 3. November rund 170 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt haben, wie die „New York Times“ berichtete. Das ist fast doppelt so viel als der zuvor beste Monat im September, als 81 Millionen Dollar auf den Spendenkonten eingingen. Und im zweiten Quartal sammelte seine wichtigste Organisation, das Make America Great Committee, lediglich 125 Millionen Dollar ein.

Was Trump dabei gern verschweigt: Geld, das er eigentlich für den „Official Election Defense Fund“ eintreibt, um die Rechtskosten für seine Anfechtung des Wahlergebnisses zu decken, wird nur in den wenigsten Fällen tatsächlich für Rechtskosten verwendet.

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    Den Fonds zur Verteidigung der Wahl gibt es jedoch gar nicht. Das Geld geht an Trumps Make America Great Again Committee. Das wiederum ist eine Art Dachfonds, der die Gelder auf andere Empfänger aufteilt. Der eine ist die Republikanische Partei.

    Der andere ist seit dem 18. November eine neu gegründete Organisation namens Save America, an die 75 Prozent der Gelder fließen. Save America ist ein sogenanntes Leadership Political Action Committee (PAC), mit dem Trump die Aktivitäten nach seiner Amtszeit finanzieren kann. Die Vorschriften sind hier besonders locker.

    Trump könnte mit den Geldern andere Kandidaten unterstützen. Er könnte die Spenden jedoch auch für Reisekosten und Auftritte verwenden, auch in den Hotels und Golfklubs die zu seinem Unternehmen gehören, bestätigten Wahlkampf-Experten. Oder um seinen Kindern Beratungsgebühren zu zahlen.

    Vor dem 18. November seien die Spenden vor allem dazu verwendet worden, Wahlkampfschulden zu begleichen. Parteiunabhängige Experten kritisieren, dass Trump seine Geldgeber in die Irre führt. Die 170 Millionen Dollar seien laut „Washington Post“ vor allem durch kleine Beträge zusammengekommen. Trump hat schließlich eine loyale Basis an Unterstützern, die er weiter kultivieren wird.

    Auf sie zielen auch die Spenden-Mails, die Trump und andere Unterstützer täglich verschicken. Brendan Fisher vom Think Tank Campaign Legal Center glaubt, dass der „durchschnittliche Geldgeber nicht erkennt, dass das Geld eigentlich für die Begleichung von Trumps Schulden und für sein Leadership PAC verwendet wird“. Trump hat inzwischen eingeräumt, dass es schwierig sein wird, den Wahlausgang vom Supreme Court entscheiden zu lassen. Dabei hatte er das in der Wahlnacht versprochen.

    Mehr: Was Bidens Personal über seinen Wirtschaftskurs verrät

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    3 Kommentare zu "„Make America Great Again Committee“: Trump macht nach dem Wahlkampf Kasse – durch Spendenaufrufe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wahlbetrugsvorwürfe sind bisher !null" bewiesen! Jetzt sollte langsam mal Schluss sein! Das wird langweilig! Herrn Trump halte ich zu allem fähig - jetzt bitte mehr Golf spielen. Scheinbar gibt es viele "Experten", die jetzt noch mit dem Modell "Trump" Kohle machen wollen!

    • (...) Beitrag von der Redaktion gelöscht. Unterstellungen oder Verdächtigungen ohne Bezug oder glaubwürdige Argument, die durch keine Quelle gestützt werden, sind nicht erwünscht.

    • Ich hoffe, jetzt wird dann über Biden berichtet, Trump hat verloren und damit sollte es dann auch gut sein. Ich mag kein Trump bashing mehr lesen, es ist nur noch langweilig.

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