Mali EU- und UN-Mitarbeiter bei Anschlägen getötet

Unbekannte Attentäter haben einen UN-Stützpunkt in Mali angegriffen und mehrere Menschen getötet: Unter den Opfern waren ein UN-Blauhelmsoldat und ein UN-Mitarbeiter. Es ist nicht der erste Anschlag in dem Land.
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Blauhelmsoldaten bewachen ein Hotel in Bamako. Quelle: AFP
Blauhelmsoldaten vor dem Hotel Salem in Bamako

Blauhelmsoldaten bewachen ein Hotel in Bamako.

(Foto: AFP)

BamakoBei Anschlägen im westafrikanischen Mali sind am Wochenende mehrere Menschen getötet worden, darunter ein UN-Blauhelmsoldat und ein EU-Mitarbeiter. Unbekannte feuerten am Sonntag Dutzende Raketen und Granaten auf einen Stützpunkt der UN-Friedenstruppen in Kidal im Norden des Landes ab. Mindestens drei Menschen wurden dabei getötet. Fünf weitere starben, als am Samstag ein bei Ausländern beliebtes Restaurant in der Hauptstadt Bamako angegriffen wurde. Mit Al-Kaida verbündete Islamisten hatten den Norden Malis 2012 unter ihre Kontrolle gebracht. Ein von Frankreich geführter Militäreinsatz stoppte ihren Vormarsch, doch zuletzt nahm die Gewalt wieder zu.

Bei dem Anschlag am Sonntag kam Sicherheitskreisen zufolge ein Blauhelmsoldat aus dem Tschad ums Leben. In dem Stützpunkt sind auch französische Truppen untergebracht, die zusammen mit den UN-Kräften das Feuer erwiderten. Laut UN wurden mehrere Blauhelmsoldaten verletzt. Augenzeugen zufolge schlug ein Geschoss der Angreifer in einem nahe gelegenen Lager von Tuareg-Nomaden ein. Dabei seien zwei Menschen getötet und mehrere Kinder verletzt worden.

Am Samstag überfielen laut Polizei maskierte Täter eine Gaststätte in Bamako. Bei der Flucht der Täter sei ein Belgier vor seinem Haus in der Nähe des Lokals erschossen worden. Der EU zufolge war er ein Sicherheitsbeauftragter der EU-Delegation in Mali. Zu den Opfern gehörten laut den Behörden in Mali auch ein Polizist, ein Mädchen und ein Wachmann. In Bamako war es zuletzt weitgehend ruhig geblieben. Es ist dort der erste Anschlag seit Jahren.

Radikale Islamisten bekannten sich einem Medienbericht zufolge zu dem Angriff. Ein mauretanisches Nachrichtenportal berichtete am Samstag, ein Bekennervideo der Gruppe Al-Murabitun erhalten zu haben. Darin werde das Attentat als Vergeltung für die Tötung eines Kommandeurs durch französische Soldaten bezeichnet.

  • rtr
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