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Manipulierte Wahl soll wiederholt werden In Kirgistan entbrennt der Streit um die Macht

Der Geheimdienstmann Felix Kulow ist von seinem Posten als Innenminister zurückgetreten - ihm werden Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt. Regierungschef Bekijew befürchtet, ein Rücktritt des nach Moskau geflohenen Ex-Präsidenten Akajew könnte neue Unruhen auslösen.
Präsidentschaftskandidat Felix Kulow. Foto: dpa

Präsidentschaftskandidat Felix Kulow. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Kirgisiens Innenminister Felix Kulow ist am Mittwoch nach nur wenigen Tagen im Amt zurückgetreten. Mit diesem Schritt distanzierte er sich rund eine Woche nach dem Umsturz von der neuen Regierung und weckte zugleich Zweifel an deren Stabilität.

Das Parlament begründete den Rücktritt Kulows von seinem Posten als oberster Koordinator der Polizeibehörden damit, dass sich nach der Bildung der neuen Regierung die Sicherheitslage im Land stabilisiert habe. Zugleich deutet Kulows Schritt jedoch auf ein mögliches Zerwürfnis mit dem zweiten führenden Oppositionspolitiker Kurmanbek Bakiew hin, dem neuen Ministerpräsidenten und Übergangspräsidenten der zentralasiatischen Republik.

„Das hat eine gewisse Rolle gespielt“, sagte ein Mitarbeiter Kulows. Nach dem durch Massenproteste ausgelösten Umsturz zweifeln immer noch viele Kirgisen die Legitimität der neuen Führung an. In drei Monaten soll ein neuer Präsident gewählt werden.

Kulow hat sich bislang nicht eindeutig zu Ambitionen geäußert, bei den Wahlen als Nachfolger des geflohenen Präsidenten Askar Akajew zu kandidieren. Wenige Stunden vor seinem Rücktritt hatte Kulow dem sich in Russland aufhaltenden Akajew noch Schutz versprochen, falls dieser in sein Heimatland zurückkehre und den Rücktritt offiziell verkünde.

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