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Manöver in der Ostsee Russische Jets simulieren Angriffe nahe US-Schiff

Die Beziehungen zwischen der Nato und Russland sind angespannt. Das Militärbündnis will Moskau mit verstärkter Präsenz von einem Angriff auf Partner im Osten abschrecken. Nun gab es einen Zwischenfall in der Ostsee.
13.04.2016 - 19:56 Uhr
Die „Donald Cook“ hatte vor dem Zwischenfall einen Besuch in Polen beendet und befuhr internationale Gewässer. Quelle: AFP
„Donald Cook“

Die „Donald Cook“ hatte vor dem Zwischenfall einen Besuch in Polen beendet und befuhr internationale Gewässer.

(Foto: AFP)

Washington Russische Kampfflugzeuge haben nach US-Angaben simulierte Angriffe in der Nähe eines amerikanischen Kriegsschiffes in der Ostsee geflogen. Am Montag und Dienstag seien SU-24-Jets wiederholt auf einige Hundert Meter an den Lenkwaffenzerstörer „Donald Cook“ herangeflogen, sagte am Mittwoch ein US-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Am Dienstag seien die offenbar unbewaffneten Flugzeuge dabei so nahe gewesen, dass sie Wellenschlag erzeugt hätten. Anschließend sei ein russischer KA-27-Hubschrauber wiederholt vorbeigeflogen und habe Fotos aufgenommen. Auf Funksprüche der Amerikaner hätten die Piloten nicht reagiert. Der Kapitän der „Donald Cook“ habe das Vorgehen als „gefährlich und unprofessionell“ beschrieben. Das US-Militär prüfe den Vorgang.

Die „Donald Cook“ hatte am Montag einen Besuch in Polen beendet und befuhr den Informationen zufolge während der Zwischenfälle internationale Gewässer in fast 130 Kilometern Entfernung zur nächsten russischen Küste vor der Exklave Kaliningrad.

Die Beziehungen zwischen der Nato und Russland sind angespannt. Das westliche Bündnis will seine Präsenz in Osteuropa so stark wie nie seit Ende des Kalten Kriegs ausbauen, um Russland von einem Angriff auf die östlichen Bündnispartner abzuschrecken. Die drei baltischen Staaten haben die Nato um die Stationierung je eines Bataillons - etwa 300 bis 800 Soldaten - auf ihren Staatsgebieten gebeten. Sie werfen Russland ein zunehmend aggressives Verhalten vor. Die Regierung in Moskau weist Angriffspläne zurück.

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