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Manuel Quevedo Der venezolanische Ölminister ist Opec-Präsident auf Abruf

Venezuelas Ölminister ist Präsident der Opec, dem Klub der Ölförderländer. Fällt seine Regierung, hat auch die Organisation ein großes Problem.
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Der Venezolaner wurde erst kürzlich zum Präsidenten der Opec-Konferenz berufen. Quelle: Bloomberg
Manuel Quevedo

Der Venezolaner wurde erst kürzlich zum Präsidenten der Opec-Konferenz berufen.

(Foto: Bloomberg)

Düsseldorf Manuel Quevedo mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. Der Ölminister von Venezuela stellte sich beim Opec-Treffe kurz vor Weihnachten für das Gruppenbild im Wiener Hauptquartier direkt neben seinen mächtigen saudi-arabischen Kollegen Khalid Al-Falih und den russischen Energieminister Alexander Nowak.

Dabei ist der Venezolaner im Kreis der Opec-Länder nur noch ein Leichtgewicht. Zwar verfügt Venezuela über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Erde, doch die Produktion liegt wegen Misswirtschaft in dem südamerikanischen Land am Boden. Zuletzt war die Fördermenge auf knapp 1,2 Millionen Fass pro Tag gesunken, den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.

Als Quevedo im November 2017 Ölminister und damit auch Präsident des staatlichen Ölkonzerns PDVSA wurde, nahm er in der einstigen Gelddruckmaschine des sozialistischen Staates den Kampf gegen Korruption auf. Bei PDVSA waren zwischen 2004 und 2014 laut Ermittlungen umgerechnet knapp zehn Milliarden Euro verschwunden.

Der Verwaltungs- und Steuerexperte ist eher Wirtschaftsfachmann als Ideologe, jedoch kein Experte für das Ölgeschäft. Als Quevedo 2005 seinen MBA an der Queens University of Charlotte in North Carolina machte, waren Venezuela unter seinem Präsidenten Hugo Chávez und die USA schon tief verfeindet. In der Regierung von Nicolás Maduro diente er zuvor als Wohnungsbauminister.

Krise zum schlechten Zeitpunkt

Wie der sozialistische Präsident ist Quevedo nun ein Politiker auf Abruf. Denn die USA und viele andere Länder haben den 35- jährigen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó, der sich selbst als neuen Staatschef des 30 Millionen Einwohner großen Landes ausgerufen hat, als rechtmäßig anerkannt.

Für die Opec kommt der politische Umbruch zu einem schlechten Zeitpunkt. Denn die Organisation hatte gerade erst Quevedo zum Präsidenten der Opec-Konferenz berufen. Womöglich muss sich das Ölkartell bei seinem Treffen im April bereits einen neuen Moderator für die 15 Mitgliedsländer suchen.

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