Mario Centeno Eurogruppen-Chef sieht Entspannung in Italien-Frage

Auf mögliche Neuwahlen in Italien hatten die Finanzmärkte nervös reagiert. Nach der Regierungsbildung sieht Mario Centeno keine Gefahr mehr.
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Fremdenfeindlich und Euro-kritisch – Das ist Italiens neue Regierung

Fremdenfeindlich und Euro-kritisch – Das ist Italiens neue Regierung

BerlinDer Chef der Eurogruppe sieht die Gefahr größerer Verwerfungen durch die politische Einigung in Italien vorerst gebannt. Mario Centeno, der auch Finanzminister in Portugal ist, sagte am Montag mit Blick auf die Bildung einer Regierung in Italien: „Das sind sehr gute Nachrichten.“

Dort regiert nun eine populistische Regierung unter Führung des noch politisch unerfahrenen Regierungschefs Giuseppe Conte. Zuvor hatten die Finanzmärkte nervös auf eine mögliche Neuwahl mit noch stärkeren Ergebnissen für eurokritische Bewegungen reagiert.

Centeno unterstützte die Reformvorschläge von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die unter anderem die Schaffung eines Europäischen Währungsfonds und einen Haushalt für mehr Investitionen etwa in strukturschwachen Gegenden in Europa vorsehen. „Wir haben ein gemeinsames Projekt und gemeinsame Herausforderungen“, sagte Centeno, der an einer Klausurtagung der SPD-Fraktion im Bundestag teilnahm.

Er lobte auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für seine Bemühungen bei den Reformplänen, die bis zum Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende Juni final vorliegen sollen. „Wir haben Risiken, die größtenteils von außen kommen“, betonte Centeno etwa mit Blick auf den Handelskonflikt mit den USA. Er forderte zugleich stärkere Anstrengungen für den sozialen Zusammenhalt in Europa.

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  • dpa
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