Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

McCain greift Außenminister Steinmeier an „Hat in keiner Weise Glaubwürdigkeit“

Der Iran-Brief der 47 US-Senatoren hat nicht nur in den USA für Aufsehen gesorgt, auch der deutsche Außenminister hat ihn kritisiert. Nun feuert der einstige Bewerber für das US-Präsidentenamt John McCain zurück.
13.03.2015 - 00:03 Uhr 9 Kommentare
US-Senator John McCain bei der 51. Münchner Sicherheitskonferenz. McCain kritisiert, Außenminister Steinmeier habe keine Glaubwürdigkeit. Quelle: dpa
US-Senator John McCain auf der 51. Münchner Sicherheitskonferenz

US-Senator John McCain bei der 51. Münchner Sicherheitskonferenz. McCain kritisiert, Außenminister Steinmeier habe keine Glaubwürdigkeit.

(Foto: dpa)

Washington Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat mit seiner Kritik an dem Iran-Brief von 47 US-Senatoren den Zorn des einflussreichen republikanischen Außenpolitikers John McCain erregt. Steinmeier "hat für mich in keiner Weise Glaubwürdigkeit", sagte McCain am Donnerstag vor Journalisten im Kongress. "Der deutsche Außenminister ist der gleiche Typ, der sich mit seiner Regierung weigert, das Verhalten von (Russlands Präsident) Wladimir Putin einzuschränken, der gerade in diesem Moment Ukrainer abschlachtet."

Steinmeier hatte am Donnerstag in Washington sein Unverständnis über die 47 republikanischen Senatoren geäußert, die Anfang der Woche in einem Brief an die Führung in Teheran das angestrebte Abkommen über das iranische Atomprogramm unter Vorbehalt des US-Kongresses gestellt hatten. US-Präsident Barack Obama und seine Demokraten prangerten das Schreiben als beispiellose Einmischung in die außenpolitischen Geschäfte der Regierung an.

Steinmeier befürchtete, dass der Vorgang das Vertrauen Teherans in die Atomgespräche untergraben könnte. "Die Verhandlungen sind schwierig genug. Und deshalb brauchten wir eigentlich keine zusätzlichen Irritationen", sagte er.

Senator McCain sagte dagegen, er sei "froh", seine Unterschrift unter den umstrittenen Brief gesetzt zu haben. Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat warf Steinmeier vor, der "Neville-Chamberlain-Denkschule der Diplomatie" anzugehören - und nahm damit Bezug auf den früheren britischen Premierminister, der in den 1930er Jahren eine Beschwichtigungspolitik gegenüber Nazi-Deutschland betrieb.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Steinmeier traf sich am Donnerstag mit dem republikanischen Vorsitzenden im Auswärtigen Ausschuss des Senats, Bob Corker, und dem obersten Demokraten in dem Gremium, Robert Menendez. Corker und sechs weitere republikanische Senatoren hatten den Iran-Brief ihrer Parteifreunde nicht unterzeichnet. Menendez sagte der Nachrichtenagentur AFP nach dem Gespräch, er teile die Befürchtung Steinmeiers, dass der "parteipolitisch motivierte Brief" die schwierigen Atomgespräche verkomplizieren könnte.

    • afp
    Startseite
    Mehr zu: McCain greift Außenminister Steinmeier an - „Hat in keiner Weise Glaubwürdigkeit“
    9 Kommentare zu "McCain greift Außenminister Steinmeier an: „Hat in keiner Weise Glaubwürdigkeit“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Dieser Vortrag ist für jeden interessant! Tun Sie sich selbst etwas Gutes und nehmen Sie sich bitte etwas Zeit für diesen Vortrag.

      http://kenfm.de/blog/2015/02/01/daniele-ganser-tubingen/

      Besonders Journalisten ist er anzuempfehlen!

      Und zwar aus folgendem Grund: Zeigt er ihnen vielleicht doch, wie auch sie einfach nur „ein Gespür für die Dinge“ haben, welche Deutungshoheit ihnen obliegt und zu welchen „Wahrheiten“ sie sich vielleicht trauen oder sich nicht trauen, eine „rote Linie“ zu überschreiten.

      – Sie werden sich an kommenden Berichtserstattungen messen lassen müssen. –

      Es ist ein den Blick schärfender Vortrag eines Historikers – eines schweizerischen Wissenschaftlers mit breitem Kreuz – der uns alle vor die persönliche Frage stellt, „Wem glaube ich und wem kann ich glauben?“

    • Der Lieblingsspruch von Churchill war: DIE WAHRHEIT IST SO KOSTBAR, DASS SIE MIT TAUSENDEN VON LÜGEN UMSTELLT WERDEN MUSS !!
      DAS GLEICHE WIRD VON UNSEREN FREUNDEN IN ÜBERSEE PRAKTIZIERT



    • Helmut Schmidt hat recht.

      Die wahre Friedenspolitik bestünde wohl darin, sowohl die Ukraine als auch Russland in die EU aufzunehmen.

      Aber da würden die Amis Sturm laufen.

    • Früher hörte man von dem grössten Staat auf der Welt (Russland) fast nichts Negaives, da er ja ein guter Freund des Westen war.

      Man machte Geschäfte mit dem guten Freund, so wie einst mit Irak, Afghanistan, Lybien,… Wenn dann der gute Freund nicht mehr so mitspielt (den wertlosen Dollar abschaffen) wie man es wünscht, dann ist er gleich DAS BÖSE.

      War im Irak,…. nicht anders ???. Und die Medien, die ja nur seriöse Berichte die immer der Wahrheit entsprechen hervorwürgen, spielen eine große Rolle im Kampf um DAS BÖSE.

      Das Böse ist nur der Westen!

    • Informationskrieg und Panzer nach Bayern

      Wenn McCain und Kerry befürchten daß die USA den “Informationskrieg”
      gegen Russland verlieren dann meinen sie damit nichts Anderes, als dass
      immer mehr Menschen in Europa und besonders in Deutschland RT, Willy Wimmer und Oskar Lafontaine mehr Glauben schenken als den gesamten gleichgeschalteten Systemmedien.

      “An ihren Taten nicht an den Worten sollt ihr sie messen.” Zum Schutz gegen “die
      Russen” werden nun 800 zusätzliche US-Panzer nach Bayern verlegt.

      Wer weiß schon, ob sich die USA da nur vor den Russen fürchten oder vielleicht
      auch vor dem aufgeklärten deutschen Bürger. In Umfragen können bis zu 86% Putins
      Handlungsweise verstehen !!!!



    • McCain ist ein Kriegstreiber, der keinerlei Einsicht hat und der hinter den Kräften steht, die unbedingt Krieg in Europa wollen.

      Die USA haben ja zusammen mit Frau Nuland die ganze Sache in der Ukraine angezettelt unter Mithilfe der dortigen NAZIS.
      -
      5 Milliraden haben die USA (SOROS) investiert um hier einen Konflikt degen Russland zu starten und das weil sich Russland und China, sowie die anderen BRICS vom Dollar als Weltwährung verabschieden wollen.
      -
      Hier steht alles noch etwas detailierter und Übersichtlicher über unsere FRIEDENSENGEL USA :

      http://www.initiative.cc/Artikel/2010_02_13_kriege_usa.htm



    • Gegen US-Waffen: Deutschland will Ende der Gewalt in der Ukraine
      -
      Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich auf einer
      Konferenz in Washington gegen die Lieferung von US-Waffen an die Ukraine
      ausgesprochen. Durch noch mehr Waffen an die Ukraine lasse sich der
      Konflikt nicht lösen. In der gesamten EU wächst Widerstand gegen die
      US-Politik in der Ukraine.
      ----------------------------------------------------------------------------------------------------
      Ich habe kein Vertrauen zu irgendeinem (CDU-SPD-GRÜNEN) Politiker. Es ist aber
      erstaunlich wie schnell solche Typen vernünftig werden, wenn der Druck
      in der Bevölkerung wächst. Also müssen wir den Druck weiter erhöhen. Es gibt
      noch sehr viel zu tun, damit das Leben wieder für uns Bürger erträglich wird.

      WIR WOLLEN FRIEDEN UND FREUNDSCHAFT MIT RUSSLAND !!!!

    • Da John McCain derzeit als einer der größten Kriegstreiber/Terroristen gilt, ist seine Aussage eig. nicht verwunderlich.

    • MCCAIN - tja, dieser Ami würde in seinem hemmungslosen Rabaukentum gut in die Mannschaft der neuen griechischen Regierung passen. Da tummeln sich ja schon ähnliche Elemente.
      Man fragt sich wirklich, was solche Leute antreibt, die offensichtlich nicht die grundlegenden Verhaltungsweisen der Diplomatie beherrschen, sondern ständig hinausdröhnen, was ihnen gerade so in ihren überhitzten Kopf kommt.
      Obama, und auch Schäuble tun mir wirklich leid. Der Ton wird immer mieser. mwh

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%