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Medienbericht 70 deutsche Islamisten unterstützen Widerstand in Syrien

Mehr als 70 Islamisten aus Deutschland reisen derzeit nach Syrien. Sie wollen den Widerstand unterstützen. Unterdessen hat die Assad-Regierung einer UN-Untersuchung eines mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatzes zugestimmt.
27.07.2013 - 10:30 Uhr 19 Kommentare
Ein Soldat der syrischen Armee in Damaskus. Deutsche Islamisten reisen vermehrt nach Syrien, um dort die Opposition zu unterstützen. Quelle: dpa

Ein Soldat der syrischen Armee in Damaskus. Deutsche Islamisten reisen vermehrt nach Syrien, um dort die Opposition zu unterstützen.

(Foto: dpa)

Berlin/New York Die Zahl deutscher Islamisten mit Reise-Ziel Syrien nimmt laut einem Zeitungsbericht weiter zu. Die deutschen Sicherheitsbehörden hätten Hinweise darauf, dass mehr als 70 Extremisten aus Deutschland in Richtung des Bürgerkriegslandes unterwegs sind. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Samstag) unter Berufung auf Angaben der Bundesregierung für den Bundestag.

Die Islamisten wollten an Kampfhandlungen teilnehmen oder den Widerstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützen. Der Verfassungsschutz hatte noch Ende Juni berichtet, mehr als 60 selbst ernannte Gotteskrieger seien von Deutschland aus nach Syrien aufgebrochen.

Der Inlands-Geheimdienst warnt vor allem vor Rückkehrern aus Syrien. Viele von ihnen seien emotional so aufgeladen, dass die Gefahr bestehe, dass sie hier Anschläge vorbereiteten. Vor einem Monat hieß es, bislang seien etwa 20 Extremisten aus Syrien nach Deutschland zurückgekehrt. Sie würden in ihrem heimischen Umfeld als Helden gefeiert.

Unterdessen haben sich die Vereinten Nationen mit der syrischen Regierung auf eine Untersuchung zum mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg geeinigt. Das gab die UNO am Freitag (Ortszeit) in New York bekannt. Zwei UN-Vertreter hätten am Dienstag und Mittwoch mit Regierungsvertretern in Damaskus beraten und „eine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt“, hieß es in einer kurzen Erklärung. Ob Machthaber Baschar al-Assad tatsächlich UN-Waffeninspekteure in sein Land lässt, blieb zunächst offen.

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    An den Gesprächen in Damaskus nahmen demnach UN-Chefinspektor Ake Sellstrom und die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane sowie der Vizeministerpräsident und Außenminister von Syrien teil. Die Diskussionen seien „gründlich und produktiv“ verlaufen, teilten die UN mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat von Assad ungehinderten Zugang für seine Experten verlangt, um allen Hinweisen auf einen Chemiewaffeneinsatz nachzugehen. Damaskus wollte bislang nur die eigenen Vorwürfe überprüfen lassen, wonach die Rebellen am 19. März in der Stadt Chan al-Assal Giftgas einsetzten.

    Die UN haben insgesamt 13 Berichte über einen mutmaßlichen Einsatz von Sarin und anderen chemischen Kampfstoffen erhalten. Die Geheimdienste der USA, aus Großbritannien und Frankreich haben von Hinweisen berichtete, wonach Assads Truppen die verbotenen Stoffen gegen die Aufständischen eingesetzt haben. Russland hingegen stützt die Angaben der Regierung, wonach die Rebellen die Regierungstruppen mit Sarin bekämpft haben.

    • afp
    • dpa
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    19 Kommentare zu "Medienbericht: 70 deutsche Islamisten unterstützen Widerstand in Syrien"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • klass deutsches Wirtschaftswunder:
      1. Urlaub ohne zu zahlen
      2. Waffenlieferungen
      3. Streichung Sozialhilfe, Nutzung von Migranten als Therapeuten
      4. Waffenlieferungen an die Gegenseite
      5. bankrott von drei Staaten
      6. Rede, dass man es nicht wissen konnte

    • Klassisches deutsches Wirtschaftswunder: Zuerst billig urlauben, dann Waffen liefern und dann Sozialhilfe streichen. Am Ende stehen 100 Mio Verlust und eine Rede. Freue mich schon darauf, dass Deutschland in Frieden unterrichtet wird.

    • und warum müssen wir (die Syrer) das mit unserem Blut bezahlen? ist doch Deutschlands Problem.

    • Wo ist das Problem? Ich bin dafür allen Jihadisten ein 1 Way Ticket zu geben und dann dafür zu sorgen daß sie nicht wieder einreisen wenn sie es nicht schaffen zu Märtyrern zu werden

    • Die Syrienfrage scheint sich immer mehr mit der Kurdenfrage
      zu verbinden.
      "Kommt da ein Großkurdistan?" lautet ein aktueller Artikel
      in der Zeitschrift TAZ. Eine große Konferenz sei für den
      Spätsommer zu diesem Thema geplant.

    • Das sit nicht dort so, sondern auch in Deutschland wird der Islamus kommen und zwar bald. Gefördert wird das ja besonders von den Grünen

    • Wir sollten Assad ne Pramie zahlen für jeden der den weg heim nicht mehr findet.

    • Korrektur:
      Es finden Kämpfe in Nordsyrien zwischen kurdischen
      Gruppierungen und Dschihadisten (ISIS u. Al Nusra)
      statt. Die Dschihadisten operieren wohl teilweise vom
      türkischen Gebiet aus.

    • Kurden gegen Islamisten
      Wie die Zeitung TAZ vor einigen Tagen berichtete verschärft
      sich der Kampf der Islamisten/Dschidisten im Nordsyrien.
      An dem Ort Ras al-Ain an der Grenze zur Türkei brachen
      heftige Kämpfe zwischen den "Heiligen Kriegern" der Al-Nusra und dem irak-ayirschen Ableger von Al-Qaida ISIS
      (Islamischer Staat im Irak und Syrien) statt. Sie versuchen
      nun die Scharia auch in den kurdischen Gebieten durchzu-
      setzen. Die 70 "deutschen Islamisten" sind nur ein weiteres
      Anzeichen, dass der Konflikt sich immer mehr Internationalisiert und es wohl um die Bildung eines
      Kalifats geht, das Teile von Irak und Syrien zu einem
      Staatsgebilde verbinden soll. Die Kurden sind hier ein
      "Störfaktor".

    • Was würde wohl mit Bio-Deutschen bei Rückkehr passieren,
      die in Syrien aufschlagen,um Assad zu unterstützen.

      Man dürfte sich wohl nicht mehr nach Hause trauen.
      In der Waffenhandhabung,kennen sich unsere Islamisten
      scheinbar gut aus..das Blut das an ihren Fingern klebt,
      wenn sie von ihrem Terror nach Deutschland wieder
      unbehelligt einreisen,wird wohl ungeahndet bleiben.
      Als bessere Menschen jedenfalls,werden diese nicht
      wiederkommen..höchstens immer noch im Blutrauch.

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