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Medienbericht EU-Kommission plant neue Agrarstrategie für mehr Umweltschutz

Bis 2030 will die EU einem Bericht zufolge den Einsatz von chemischen Pestiziden in der Landwirtschaft halbieren. Auch Düngemittel wären von den Plänen betroffen.
08.12.2019 Update: 08.12.2019 - 14:16 Uhr Kommentieren
Die EU-Kommission forciert den Einsatz für mehr Umweltschutz. Quelle: dpa
Chemikalien in der Landwirtschaft

Die EU-Kommission forciert den Einsatz für mehr Umweltschutz.

(Foto: dpa)

Brüssel Die neue EU-Kommission will den Chemieeinsatz in der europäischen Landwirtschaft offenbar drastisch verringern. Pläne für eine neue EU-Agrarstrategie sähen vor, den Gebrauch von chemischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch für den Einsatz von Düngemitteln sollten neue Reduktionsziele festgelegt werden. Zudem wolle die Kommission die Anwendung neuer Gentechniken bei Pflanzen fördern, um die Nahrungsmittelproduktion an den Klimawandel anzupassen.

Eine Sprecherin der EU-Kommission wollte den Bericht am Sonntag nicht bestätigen. Sie verwies darauf, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihr für Klimaschutz zuständiger Vize Frans Timmermans am Mittwoch den Fahrplan für ihren „Green Deal“ für ein klimaneutrales Europa vorstellen wollen.

Erste Entwürfe dafür sahen unter anderem vor, dass für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung im Frühjahr 2020 ein Ideenpapier unter dem Titel „Vom Erzeuger zum Verbraucher“ präsentiert werden soll. Konkrete Initiativen würden demnach erst ab Ende 2020 folgen.

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    Vollkommen unklar ist, ob Vorschläge für weitreichende Regeländerungen für die Landwirtschaft eine ausreichend große Unterstützung aus den Mitgliedstaaten und dem Europaparlament bekommen würden. Ohne deren Zustimmung können sie nicht umgesetzt werden. Widerstände dürften aus der Agrarlobby, aber auch von Gentechnik-Gegnern kommen.

    Mehr: Bayer ist der größte Hersteller von Chemikalien für die Landwirtschaft – und steht in der Kritik. Nun sucht der Konzern nach neuen Mitteln und Wegen.

    • dpa
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