Medienbericht Irland will an seinen Pensionsfonds

Der IWF und die EU müssen Irland seit einer Weile finanziell stützen. Nun meldet eine Zeitung, die irische Regierung wollen eine beträchtliche Summe aus seinem staatlichen Pensionsfonds nehmen - für ein neues Projekt.
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Ein arbeitsloser Ire mit seiner Privat-Kampagne. Quelle: dapd

Ein arbeitsloser Ire mit seiner Privat-Kampagne.

(Foto: dapd)

DublinDie irische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge mit fünf Milliarden Euro aus dem staatlichen Pensionsfonds ein Programm zur Ankurbelung des Arbeitsmarktes finanzieren. Dafür brauche das von Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) gestützte Euro-Land aber noch die Zustimmung der beiden Geldgeber, berichtete die „Sunday Times“.

„Hoffentlich können wir uns mit dem IWF darauf einigen, das Geld für das Anreiz-Paket zu nutzen. Das wird in naher Zukunft geschehen“, zitierte das Blatt Regierungskreise.

Eine Regierungssprecherin bezeichnete den Bericht als Spekulation. Ihren Worten zufolge sucht die Regierung in Dublin derzeit nach Wegen, wie über Investitionen in Bau, Maschinenbau und Informationstechnologie mehr Stellen geschaffen werden können. Die Gespräche seien aber noch in einen frühen Stadium.

Aus dem staatlichen Pensionsfonds NPRF hatte sich Irland schon bedient, um den maroden Bankensektor zu retten.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Medienbericht: Irland will wieder aus dem Pensionstopf naschen"

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  • Hallo,
    Beamte haben in ihren Pensionsfonds Beiträge eingezahlt. Der Gesetzgeber hat dieses Geld "beschlagnahmt" und für steuerlich zu begleichende Ausgaben eingesetzt.
    Ein Nachteil für Beamte ist dadurch nicht eingetreten, da deren Pensionen aus dem Steuerhaushalt nach unveränderter Modalität bezahlt wird.
    Pflichtversichterte haben in ihre Rentenkasse Beiträge eingezahlt. Der Gesetzgeber hat steuerliche Aufgaben den (allen) Sozialkassen angelastet und durch einen geringen Anteil durch "Zuwendungen" erstattet.
    Der Nachteil der "leeren Kassen" trägt der Pflichtversicherte, da aus dem Steuerhaushalt kein Ausgleich erfolgt.
    Gemessen am Ergenis unterscheiden sich kriminelle Organisationen von politischen Organisationen mitlerweile doch nur durch ihre Strafmündigkeit.

  • Wieder einmal ein gutes Beweis: Der Staat ist der größte Feind der Ersparnisse des Bürgers!

  • So vernichtet ein Staat die Rentenansprüche seiner Bürger! Allerdings bestärkt mich das darin, dass man für seine Rente nicht in staatliche Rentensysteme einzahlen sollte. Wenn der Staat "nach Luft" schnappt, dann greift er sich solche Rücklagen am liebsten1

  • Mit Verlaub, dieses "alle sind gleich" ist völliger Quatsch und unterminiert jegliches Engagement es besser zu machen. In Deutschland gibt es solche staatlichen Pensionsfonds für alle als Standart-Grundversorgung nicht (Riester-Rente wäre das wahre Gegenstück und mickert kümerlich daher). in Deutschland gibt es stattdessen den "Generationenvertrag". Und aus dem kann man praktisch nichts entnehmen, weil es Ansprüche sind.

    Die undifferenzierenden Kommentare à la jeder Staat, der Schulden hat, ist wie Griechenland, egal ob etwas verschuldet oder hoffnungslos überschuldet. Das soll jede vernünftige Diskussion ersticken.

  • Deutschland ist da um keinen Deut besser. Die Schwankungsreserve der deutschen Rentenversicherung wurde auch von 3,0 auf 0,8 heruntergefahren; Einführung von Steuer- und SV-Pflicht auf Renten (Vertrauensschutz?). Und was die "Riester"-Sparer u.a. angeht: wenn der Staat Geld braucht sind auch diese Guthaben / Anwartschaften wohl nicht unbedingt sicher.

  • @Revision da ist was drann! Da gibt es jetzt also reichlich Privatvermögen in Irland, schätzungsweise €115 Milliarden in bar und €400 Milliarden in Form von Immobilien.

  • die deutschen Politiker haben die Pensionskassen der deutschen Bevoelkerung mit vollen Haenden an alle europaeischen Laender verteilt.
    Zumindest verteilen die irischen Politiker an die eigenen Landsleute.

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