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Medienbericht Saudi-Arabien nutzte offenbar McKinsey-Bericht im Kampf gegen Kritiker

Saudi-Arabien hat laut einem Artikel der „New York Times“ einen Report der Unternehmensberatung McKinsey genutzt, um Kritiker ausfindig zu machen.
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Noch ist unklar wie der Bericht in die Hände Saudi Arabiens gelangen konnte. Quelle: AP
Mohammed bin Salman

Noch ist unklar wie der Bericht in die Hände Saudi Arabiens gelangen konnte.

(Foto: AP)

Saudi-Arabien hat offenbar einen Bericht der amerikanischen Beratungsagentur McKinsey genutzt, um Kritiker unter Druck zu setzen. Laut der „New York Times“ sammelte die Unternehmensberatung kritische Twitter-Kommentare über wirtschaftliche Sparmaßnahmen Saudi-Arabiens im Jahr 2015. McKinsey habe in dem Bericht drei Personen ausgemacht, die die Debatte über die Sparmaßnahmen bestimmten. Einer der drei wurde danach offenbar verhaftet. Ein Zweiter erklärte, dass zwei seiner Brüder verhaftet wurden. Der dritte Account wurde gelöscht.

Eigentlich sei der Bericht nur für interne Zwecke bestimmt gewesen, beteuert McKinsey in einer Stellungnahme. Der Bericht hätte niemals an die Öffentlichkeit geraten dürfen. Wie das Königshaus Zugang zu dem Report erlangen konnte, ist bisher unklar.

Der Bericht der „New York Times“ kommt inmitten der Diskussion um den Journalisten Jamal Khashoggi, der im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet wurde. Erst am frühen Samstagmorgen hat Riad die Tötung des Regierungskritikers zugegeben.

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens verurteilten daraufhin in einer gemeinsamen Stellungnahme den Mord. „Nichts kann diese Tötung rechtfertigen, und wir verurteilen sie in aller Schärfe. Die Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit hat für Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich sehr hohe Priorität. Die Bedrohung von Journalisten, der Angriff auf sie oder gar ihre Tötung sind ungeachtet der Umstände inakzeptabel und geben unseren drei Staaten Anlass zu größter Besorgnis“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

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