Medienbericht Westerwelle und de Maizière entgehen Anschlag

Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister de Maizière sind möglicherweise einem Anschlag entgangen. Bei ihrem Kundus-Besuch könnten laut einem Medienbericht Aufständische einen Raketenbeschuss geplant haben.
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De Maizière und Westerwelle waren bei der Übergabe des Feldlagers Kundus an die Afghanen anwesend. Quelle: Reuters

De Maizière und Westerwelle waren bei der Übergabe des Feldlagers Kundus an die Afghanen anwesend.

(Foto: Reuters)

BerlinAußenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Thomas de Maizière sind vor einer Woche im afghanischen Bundeswehr-Lager Kundus möglicherweise einem Anschlag entgangen. Es habe „Hinweise auf eine Störung der Übergabezeremonie durch Raketenbeschuss von Aufständischen“ gegeben, sagte ein Sprecher des Auslandseinsatzkommandos am Sonntag auf Anfrage. Details seien allerdings geheim.

Einem „Spiegel“-Bericht zufolge hatten Aufklärungskräfte mit den hochleistungsfähigen Sensoren eines Überwachungszeppelins zwei Raketenwerfer westlich des Lagers entdeckt. Aufständische hätten dort 107-Millimeter-Werfer feuerbereit gemacht. Ein Hubschrauber vom Typ Tiger habe wenig später jedoch keine Spur mehr gefunden. Die Bundeswehr nehme an, dass die Aufständischen den Hubschrauber bemerkt und sich sofort zurückgezogen hätten.

Bei der Übergabe des Feldlagers an die Afghanen hatte die Bundeswehr am vergangenen Sonntag alle Kräfte am Boden und in der Luft mobilisiert, um Anschläge der Taliban zu verhindern. Auch im Feldlager selber waren Scharfschützen in Stellung. Nach der Übergabe hatten deutsche Offiziere angedeutet, dass die Taliban Angriffe geplant hätten, offiziell bestätigt wurde das aber nicht. Zu Zwischenfällen während der Übergabe war es nicht gekommen.

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  • dpa
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14 Kommentare zu "Medienbericht: Westerwelle und de Maizière entgehen Anschlag"

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  • .. ein eventuell geplanter Anschlag ...
    Viel präziser hatte man das nicht ausdrücken können.
    Ich habe auch schon mal einen erwarteten und erhofften Lottogewinn gehabt .......

  • Nachtrag, bis zur Bildung einer neuen Regierung, bleiben die alten Minister in Amt und Würden.

  • Westerwelle, ist der noch wichtig? Dachte, den gibts nicht mehr, da abgewählt! Propagandameldungen für Vergessene!

  • Würden wir mehr darauf achten, was alles zu uns hereingespült wird (wenn die Politik das schon nicht tut) und das konsequent verhindern, dann wäre es überhaupt nicht nötig, daß "DE am Hindukusch verteidigt wird" und daß die ersten deutschen Soldaten seit dem 2. Weltkrieg bei Auslandseinsätzen fallen!

  • don sark: sehe ich auch so. Aud irgendeinem grund will uns gott bestrafen. habe den grund aber noch nicht gefunden. Vermutlich ist es die dümmliche unterwürfigkeit der urdeutschen, die gott aufregt.

  • so ein misst aber auch.

  • Ein Tiger gehört auch in den Dschungel und nicht in die Wüste ;-)

  • Ein Hubschrauber vom Typ Tiger habe wenig später jedoch keine Spur mehr gefunden...
    Lt.Spiegelinformationen
    ist der neue Kampfhubschrauber "Tiger" für einen Einsatz in Afghanistan nicht geeignet. Das ergibt sich aus einem Vermerk des Bundesverteidigungsministeriums.

  • Ein bekannter Anschlag, der nicht stattfand? Das ist dann doch kein Anschlag, weil Anschlag ist ein physisch durchgeführter Angriff, während "Absicht" eher nach einer Wichtigmach-Ente-für-die-Zeitung röche aber das noch am besten passendste Wort hier wäre...

    Ich lach mich schäpps und warte weiter auf die Abschaffung der Einkommens- und Umsatzsteuer gegen eine Bezahlsteuer für jedermann (vormals Finanztransaktionssteuer)! Vielleicht sollte Herr Schäuble mal Kundus besuchen gehen?


  • Nur mal so zum Mitschreiben.

    1. Im Vorfeld des Besuchs unserer zwei "Helden" orten Langstreckensensoren eine mutmaßliche Gefahr am fernen Horizont, die sogar das Kaliber dieser mutmaßlichen Gefahr offenbart.

    2. Der daraufhin losgetretene Hubschraubereinsatz bestätigt diese Mutmaßung defintiv NICHT. Der Hubschrauber findet nämlich nichts. Trotzdem wird weiter öffentlich kommuniziert, daß sich das zweifellos irgendwann irgendwie dort vorhandene dicke Kaliber wohl völlig unbemerkt zurückgezogen haben wird.

    Bei jedem anderen schiefen Sack Reis zwischen Berlin und Peking wäre an dieser Stelle Ende der Geschichte.

    3. Trotzdem titelt das Handelsblatt:
    "Westerwelle und de Maizière entgehen Anschlag"

    Erst aus dem Artikel wird dann ersichtlich, wie lang die Haare tatsächlich sind, an denen dieser Titel beigezerrt wurde.

    Langsam aber sicher verkommt's nun wohl auch hier zur seichten Sport- und Werbeplattform...

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