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Medienberichte Venezolanischer Ex-General Alcalá in US-Gewahrsam

Alcalá soll an Drogengeschäften der Regierung beteiligt gewesen sein. Mit seiner vermeintlichen Festnahme nehmen die USA jetzt aber einen Gegner Maduros aus dem Spiel.
28.03.2020 - 10:11 Uhr Kommentieren
Die Drug Enforcement Administration (DEA) hat Alcalá nach New York gebracht. Quelle: REUTERS
DEA-Logo

Die Drug Enforcement Administration (DEA) hat Alcalá nach New York gebracht.

(Foto: REUTERS)

Miami Der frühere venezolanische General Cliver Alcalá, ein erbitterter Gegner von Präsident Nicolás Maduro, ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AP in Gewahrsam der US-Anti-Drogenbehörde DEA.

Alcalá, der am Donnerstag gemeinsam mit Maduro und anderen von der US-Justiz des organisierten Drogenhandels beschuldigt wurde, habe sich in Kolumbien ergeben und werde für die Anklageerhebung nach New York gebracht, erfuhr die AP am Freitag aus informierten Kreisen.

Alcalá ist seit Jahren ein scharfer Kritiker Maduros und arbeitete nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem selbst erklärten venezolanischen Übergangspräsidenten Juan Guaidó und „amerikanischen Beratern“ an einem Sturz Maduros.

Alles sei für einen Einmarsch in Venezuela bereit gewesen, doch dann seien die dafür beschafften Waffen auf einer Autobahn in Kolumbien beschlagnahmt worden, sagte er am Donnerstag.

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    Ungeachtet seiner Feindschaft mit Maduro gehörte Alcalá auch zu jenen Personen, die von der US-Justiz gemeinsam mit dem venezolanischen Präsidenten wegen organisierten Drogenhandels angeklagt wurden.

    Denn die Vorwürfe der US-Staatsanwälte vom Donnerstag reichen in die Zeit um 2008 zurück, als Alcalá noch ein enger Vertrauter von Maduros Vorgänger, dem langjährigen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, war.

    Er soll damals Drogenlieferungen mit korrupten Soldaten und den Farc-Rebellen in Kolumbien koordiniert haben. Auf Alcalá wurde ein Kopfgeld in Höhe von zehn Millionen Dollar ausgesetzt.

    Er ergab sich vier Gewährsleuten zufolge aber selbst der DEA und verzichtete auch auf ein Auslieferungsverfahren. Mit einem gecharterten Flugzeug wurde er demnach von der kolumbianischen Küstenstadt Baranquillla, wo er seit seiner Flucht aus Venezuela 2018 lebte, nach New York gebracht.

    Die DEA verwies in der Sache auf das Justizministerium. Dessen Sprecherin wollte den Fall auf Anfrage aber nicht kommentieren.

    Unmittelbar bevor er sich selbst stellte, postete Alcalá ein Video im Internet, in dem er sich von seiner Familie verabschiedete.

    Mehr: Die USA haben ein Kopfgeld von bis zu 15 Millionen Dollar auf den venezolanischen Staatschefs Maduro ausgesetzt. Maduro bezeichnete Präsident Trump daraufhin als „rassistischen Cowboy“.

    • ap
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