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Mehr als 50 Tote bei Anschlägen in London Scotland Yard arbeitet auf Hochtouren

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Pendler meldeten der Polizei am Morgen zahlreiche verdächtige Päckchen. Darauf wurden drei Bahnhöfe evakuiert. Foto: dpa

Pendler meldeten der Polizei am Morgen zahlreiche verdächtige Päckchen. Darauf wurden drei Bahnhöfe evakuiert. Foto: dpa

U-Bahnverkehr teilweise wieder aufgenommen

Der U-Bahnverkehr ist am Morgen teilweise wieder aufgenommen worden. Linien, die von den Anschlägen am Vortag nicht betroffen worden waren, funktionierten wieder in vollem Umfang, andere dagegen nur auf Teilstrecken. Auf einigen Strecken ruhte der Bahnverkehr völlig. Die innerstädtischen Busse und die Fernzüge rollten weitgehend nach Fahrplan. Bahnhöfe wurden gelegentlich nach Bombenalarmen wegen Untersuchung verdächtiger Päckchen vorübergehend gesperrt.

Auf den Straßen der Londoner Innenstadt herrschte ungewohnt starker Verkehr. Wegen der Unsicherheit über den U-Bahnverkehr waren doch viele Arbeitnehmer wieder mit dem Auto ins Stadtzentrum gekommen, zumal die Stadt die seit Februar 2003 geltende besondere City-Maut wie bereits am Donnerstag außer Kraft gesetzt hatte.

Erneut Bahnhöfe evakuiert

„Verdächtige Päckchen“ führten am Freitag in der Londoner Innenstadt wiederholt zu Bombenalarm. So wurden vorübergehend die U- Bahn-Station Euston Square und der Bahnhof Liverpool Street gesperrt. In jedem Fall war ein unbeaufsichtigtes Gepäckstück die Ursache für den Alarm. Innenminister Clarke bestritt den Vorwurf, die Polizei habe die Terrorgefahr in letzter Zeit unterschätzt. „Wir glauben nicht, dass wir irgendetwas verpasst haben, die Anschläge kamen wirklich aus heiterem Himmel“, sagte er. „Wir haben zwar einen sehr effektiven Geheimdienst, aber diesen konkreten Anschlag zu diesem konkreten Zeitpunkt haben wir nicht vorausgesehen. Der Grund dafür ist: Wir suchen immer nach einigen wenigen sehr bösen Nadeln in einem sehr großen Heuhaufen - der Stadt London.“

Sir Ian zollte allen Londonern Respekt: „London kann so was wegstecken, das ist jetzt klar“, sagte er. Immer wieder betonte er bei einer Pressekonferenz, dass auch die muslimische Gemeinschaft in Großbritannien die Anschläge verurteilt habe und das ganze Land zusammenstehe. Der Dachverband der britischen Muslime hatte in den ersten Stunden nach den Anschlägen 30 000 E-Mails mit Hassbekundungen gegen Muslime erhalten. Die britische Regierung hatte den Dachverband am Donnerstag sofort über die Anschläge informiert, weil sie Racheaktionen befürchtete.

Aktienmärkte erholen sich vom Schock nach den Anschlägen

Die europäischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenschluss von ihren Kurseinbrüchen nach den Bombenschlägen in London am Vortag etwas erholt. Gleichzeitig büßten die in Krisenzeiten als sichere Geldanlage geltenden europäischen Staatsanleihen ihre Gewinne wieder ein.

„Es tritt ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, und die Einschätzung setzt sich durch, dass sich die unmittelbaren ökonomischen Auswirkungen in Grenzen halten werden. Der Markt versucht, zur Tagesordnung zurückzukehren“, sagte Markus Reinwand, Marktstratege bei Helaba Trust. David Buik, Händler von Cantor Index in London, sagte, sobald man das Ausmaß eines solchen Ereignisses einschätzen könnte, könnte man eher damit umgehen. „Die Anleger können mit guten und schlechten Nachrichten umgehen, aber sie können nicht gut mit Unsicherheit umgehen“, ergänzte er.

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