Mehr Zoff droht Die gefährliche Rating-Kluft der Euro-Zone

Nach dem Rating-Rundumschlag von S&P gilt Deutschland als das größte und robusteste Euro-Land. Das stärkt Merkels Verhandlungsmacht, bringt aber auch Verantwortung - und verschärft so den Streit in der Euro-Zone.
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Der Euro im Schatten: Der Streit um die Maßnahmen gegen die Krisen dürfte sich in den nächsten Wochen weiter zuspitzen. Quelle: dpa

Der Euro im Schatten: Der Streit um die Maßnahmen gegen die Krisen dürfte sich in den nächsten Wochen weiter zuspitzen.

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BrüsselDer Paukenschlag der Ratingagentur Standard & Poor's war schon lange erwartet - dennoch hat er durchschlagenden Effekt: Der Streit der Euro-Länder über die richtige Strategie gegen die Schuldenkrise droht sich zu verschärfen. Nach dem Urteil der Agentur ist Deutschland eines der wenigen Euro-Länder mit makelloser Kreditwürdigkeit, die uneingeschränkt die Top-Note „AAA“ verdienen. Die Kluft zwischen dem größten und robustesten Mitgliedsland und dem Rest der Währungsunion weitet sich damit aus.

Nach Einschätzung von Experten hat das vor allem zwei Folgen. „Die Forderungen nach einem größeren Beitrag des zahlungskräftigsten Landes zu Rettungspaketen werden lauter, aber gleichzeitig wird die Verhandlungsposition Deutschlands gestärkt“, sagt etwa ein Notenbanker. Schon seit Ausbruch der Krise flammt der Streit über den Weg aus der Krise immer wieder auf.

Für die Bundesregierung hat eine Abkehr von der Schuldenpolitik der vergangenen Jahre Priorität. Strikte Haushaltsdisziplin soll die Euro-Staaten unter Androhung von Strafzahlungen zu sparsamem Wirtschaften zwingen. Die Mittel zur akuten Krisenabwehr sollen dagegen in Grenzen gehalten werden.

Eine Aufstockung der Kreditkapazität des künftigen Rettungsmechanismus ESM, der im Sommer das Provisorium EFSF ablösen soll, über die vereinbarten 500 Milliarden Euro hinaus lehnt die Regierung in Berlin entschieden ab. Die nördlichen Mitgliedsländer unterstützen diesen Kurs weitgehend. Die Südflanke der Euro-Zone fordert dagegen, die Finanzmärkte mit noch riesigeren Summen im Rettungstopf zu beeindrucken. Frankreich, Deutschlands engster Partner, steht dazwischen.

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5 Kommentare zu "Mehr Zoff droht: Die gefährliche Rating-Kluft der Euro-Zone"

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  • Roland aus Mainz:
    zu den Ratingagenturen habe ich bereits mehrere Kommentare
    abgegeben. Warum werden deratige Berichte, die unvollständig sind, veröffentlicht? Sind die Verfasser inzwischen nur noch daran interssiert, Halbwahrheiten zu verbreiten? In keinem der Artikeln zu den Ratingagenturen sind Hintergründe aufgezeigt worden. Einstufung von England oder USA ist der absolute Witz und Frechheit! Ist überhaupt bekannt, wieviel & der Schatzmeister von Englad an die Ratingagenturen in den USA überwiesen hat? Auch die FET zahlt kräftig schmiergelder an die Agenturen. S&P und andere Agenturen verringern massiv das eigene Personal. Warum?
    Betrachtet man die Einnahmestruktur der Agenturen, ist sofort erkennbar, warum diese Bewertungen in dieser Form stattfinden. Warum also diese Aufregung. Korruption und Erpressung auf dieser Ebene steht auf der Tagesordnung.
    Grüsse aus Mainz

  • D als stärkstes Geberland hätte es in der Hand, sowohl die Schlüsselpositionen zu besetzen, als auch Widerstände zu brechen, zum Beispiel GB's Nein zur Finanztransaktionsteuer, aus lauter falsch verstandener Solidariät nehmen wir, d.h. Berlin, aber alles hin, immer mehr Steuermittel in ein im Ergebnis sinnloses EURO-Loch zu werfen, natürlich zulasten künftiger deutscher Generationen, die dann für die Schuldnerstaaten alles zahlen. Das war vor 2 Jahren schon zu erkennen, aber es geht immer weiter. Die deutschen Steuerkassen quellen jetzt über, dennoch müssen weitere Staatskredite aufgenommen werden. Unglaublich! Wenn erst mal die nächste Wirtschaftsrezession einsetzt, die staatliche Ankurbelung erfordert, aber da ist der Schuldenrahmen schon überdehnt. Aber dann sind ja auch andere Politiker dran.Unsere Enkel und Urenkel werden die Namen alle aus den Geschichtsbüchern erfahren. Natürlich ist dann alles zu spät.

  • Ja, die EU bzw. Eurozonen-Politiker zeigen irritierende Tendenzen zu Selbstgefälligkrit gegenüber Marktkräften und glauben, sie könnten es dem Markt durch Regelungen und Zwänge schon zeigen. Das wird nicht nachhaltig funktionieren.

    Aber Investoren fliehen nicht aus EUR-Unternehmen wegen des EUR, sondern wegen der Unsicherheiten sufbdem EUR-Binnenmarkt.

    Und eine Aktie ist doch nicht billig, wenn ihr Kurs sinkt, sondern wenn ihr Kurs relativ zu den Geschäftsperspektivengünstig ist.

    Zwischen Eurozonen-Anleihen und dem jetzigen Gelddruckmodell gibt es erhebliche Unterschiede: Wer sind die Investoren, woher kommt das Geld, was geschieht bei einer Krise.

  • Die Deutschen sind leider so dumm wie trockenes Brot, den diese Lügenwährung EUro wird Deutschland letztenendes in den Abgrund stürzen. Unverständlich wie sich die deutsche Bevölkerung von der EU und EUro Lügenpropaganda ruhigstellen läßt, es scheint als gehe es den Deutschen noch zu gut und der Großteil hat die Lügengeschichte vom EUro noch nicht begriffen oder kümmert sich nicht darum.
    Aber irgendwann werden sie es begreifen aber vielleicht schon zu spät, dann haben die Schmarotzerstaaten das deutsche Volksvermögen unter sich aufgeteilt. Zu irgendetwas muß das Geld der deutschen Sparer und Häuslebauer ja gut sein ...
    Die EZB druckt ja schon fleißig Lügenwährung um die Staatshaushalte der Schmarotzerstaaten zu finanzieren, einfach nur erbärmlich wie dies alles hingenommen wird.

  • Es scheint sich eine Abschottung der EU vom Welt-Finanzsystem anzubahnen. Ausserhalb-EU-Investoren fliehen aus den Aktien der EURO-Länder. Um so billiger kann der Staat und die Banken Unternehmes-Anteile aufkaufen. Ich denke es werden viele Staatsbetriebe und -Banken entstehen in der nächsten Zeit.

    Und Problem EURO-Anleihen: Na und ? Die EZB gibt billige Kredite an die Banken und die MÜSSEN die Anleihen dann kaufen, verdienen sogar von der 1-3 prozentigen Zinsdifferenz.

    Ich denke, die EU schottet sich immer weiter ab bzw. der Graben zu Ländern mit eigenen Notenbanken wird immer grösser. EU-Staats-Sozialismus wird das.

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