Mehrere Tote Wahl in Kenia von Gewalt begleitet

Die Wahl in Kenia, die für die deutsche Wirtschaft von großem Interesse ist, hat begonnen. Dabei kam es zu schweren Unruhen: Die ethnischen Spannungen entluden sich in Gewalttaten. Mehrere Menschen wurden getötet.
Update: 04.03.2013 - 14:40 Uhr Kommentieren

Zwei Tote vor Wahlen in Kenia

NairobiDer Auftakt der Parlaments- und Präsidentschaftswahl in Kenia ist von mehreren Überfällen überschattet worden, bei denen am Montag mindestens 13 Menschen getötet wurden. Die beiden führenden Präsidentschaftskandidaten verurteilten die Gewalt. Ministerpräsident Raila Odingo sprach von einem „schändlichen Akt der Aggression“. Sein Stellvertreter Uhuru Kenyatta sagte, diese Ereignisse seien entmutigend. Er hoffe aber, dass die Sicherheitslage unter Kontrolle bleibe.

Rund 200 Sezessionisten in der Küstenstadt Mombasa griffen noch vor dem Morgengrauen eine Gruppe von Polizisten mit Gewehren, Macheten und Pfeil und Bogen an. Fünf Beamte und ein Angreifer wurden nach Angaben der Behörden getötet. Die Sezessionisten, organisiert im Mombasa Republican Council (MRC) schlugen auch in der nahegelegenen Ortschaft Kilifi zu. Dabei kamen nach Angaben eines Polizeisprechers sieben Menschen ums Leben, unter ihnen auch ein an der Organisation der Wahl beteiligter Beamter. Nach den Angriffen schickten die Behörden 400 zusätzliche Polizisten nach Mombasa.

Die Wahlen stehen unter dem Trauma blutiger ethnischer Zusammenstöße mit bis zu 1.100 Toten bei der vorangegangenen Wahl 2007. Um eine neuerliche Eskalation zu verhindern, wurden 99 000 Polizisten am Wahltag in Bereitschaft versetzt. 14 Millionen Kenianer sind aufgerufen, einen neuen Präsidenten, Parlamentsabgeordnete und Gouverneure zu wählen.

Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die ihre Stimme abgeben wollten. Dabei kam es auch deswegen zu Verzögerungen, weil erstmals eine biometrische Technik zur Fingerabdruck-Erkennung eingesetzt wurde, die Manipulationen verhindern soll. In einigen Wahllokalen fiel diese Technik jedoch aus.

Ministerpräsident räumt Probleme ein
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