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Meng Wanzhou China kritisiert drohende Auslieferung von Huawei-Managerin an die USA

Kanada macht einen ersten Schritt, um die festgenommene Tochter des Huawei-Gründers auszuliefern. Peking sieht einen schwerwiegender politischer Vorfall.
Update: 02.03.2019 - 12:52 Uhr Kommentieren
Die Tochter des Huawei-Gründers könnte in die USA ausgeliefert werden. Quelle: AP
Meng Wanzhou

Die Tochter des Huawei-Gründers könnte in die USA ausgeliefert werden.

(Foto: AP)

Washington, Ottawa, PekingDie kanadische Regierung ist grundsätzlich bereit, die festgehaltene Managerin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei in die USA auszuliefern. Das kanadische Justizministerium teilte am Freitag in Ottawa mit, man habe das Prozedere für eine Auslieferung von Meng Wanzhou in Gang gesetzt.

Dies sei aber zunächst nur der erste Schritt. Als nächstes werde sich am kommenden Mittwoch der Oberste Gerichtshof von British Columbia mit dem Fall befassen und eine Anhörung dazu ansetzen.

Aus Peking kam umgehend eine Reaktion: Die Festnahme der Top-Managerin Meng Wanzhou Anfang Dezember sei „willkürlich“ gewesen und stelle eine schwere Verletzung der Rechte chinesischer Bürger dar, kritisierte Außenministeriums-Sprecher Lu Kang am Samstag in Peking. „Dies ist ein schwerwiegender politischer Vorfall.“ Er forderte die USA erneut auf, den Haftbefehl gegen Meng fallen zu lassen.

Meng ist die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei. Sie war Anfang Dezember auf Antrag der USA in Kanada festgenommen worden. Sie ist bis zu einer Entscheidung über ihre Auslieferung auf Kaution und unter strengen Auflagen auf freiem Fuß. Der Managerin wird Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. Huawei weist das zurück.

Mit Mengs Festnahme war zwischen Washington und Peking ein neuer Konflikt entbrannt. Der Fall ist Teil einer größeren Auseinandersetzung der USA mit dem chinesischen Telekomriesen Huawei.

Das US-Justizministerium hat Anklage gegen den Konzern und Tochterfirmen erhoben. Dem weltgrößten Telekomausrüster und zweitgrößten Handyhersteller werden Verstöße gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und Industriespionage vorgeworfen.

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  • dpa
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