Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Menschenrechte Scharfe Kritik an Saudi-Arabien im UN-Menschenrechtsrat

Die UN zeigt sich wegen der Freiheitsrechte im saudischen Königreich besorgt. Auch müsse die Tötung des Journalisten Khashoggi untersucht werden.
Kommentieren
Der saudische Kronprinz steht im Verdacht, in der Tötung Khashoggis verwickelt zu sein. Quelle: Reuters
Mohammed bin Salman

Der saudische Kronprinz steht im Verdacht, in der Tötung Khashoggis verwickelt zu sein.

(Foto: Reuters)

Genf Deutschland und 35 weitere Länder haben Saudi-Arabien vor dem UN-Menschenrechtsrat in ungewöhnlich deutlicher Form kritisiert. „Wir sind besonders besorgt über den Einsatz von Antiterrorgesetzen und anderen Sicherheitsbestimmungen gegen Menschen, die ihre Rechte und Freiheiten friedlich ausüben“, heißt es in dem Statement, das ein Vertreter Islands am Donnerstag im Namen der 36 Länder verlas.

„Menschenrechtsverteidiger und Gruppen der Zivilgesellschaft sollten eine wichtige Rolle in dem Reformprozess spielen, den das Königreich verfolgt.“ Die Länder forderten erneut eine unabhängige und transparente Untersuchung der Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul.

„Wir rufen Saudi-Arabien auf, alle Informationen zu veröffentlichen und mit allen Untersuchungen zu kooperieren, auch mit der Untersuchung des Sonderberichterstatters für extralegale, summarische und willkürliche Hinrichtungen.“ Zu den Unterstützern der Erklärung gehören neben Deutschland viele europäische Länder sowie Australien und Neuseeland.

Saudi-Arabien hat eingeräumt, dass der Journalist, der in den USA im Exil lebte, im Oktober 2018 von einem Spezialkommando aus Riad getötet wurde. Es läuft ein Prozess gegen elf Angeklagte. Berichte, dass Kronprinz Mohammed bin Salman in die Ermordung verstrickt sein könnte, hat Saudi-Arabien kategorisch zurückgewiesen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte am Mittwoch erklärt, dass ein Verbot von deutschen Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien mit Blick auf den Jemen-Krieg um drei weitere Wochen bis Ende März verlängert wird. Das Verbot war ursprünglich nach der Tötung Khashoggis verhängt worden.

Brexit 2019
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Menschenrechte - Scharfe Kritik an Saudi-Arabien im UN-Menschenrechtsrat

0 Kommentare zu "Menschenrechte: Scharfe Kritik an Saudi-Arabien im UN-Menschenrechtsrat"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.