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Menschenrechtsverletzungen USA erwägen Verbot von Baumwolle aus der chinesischen Region Xinjiang

Mit dem Verbot sollen mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in der Region bestraft werden. Auch Produkte aus Drittländern könnten betroffen sein.
08.09.2020 - 04:50 Uhr Kommentieren
Die USA erwägen, die Einfuhr von Baumwolle aus der Region Xinjiang zu verbieten. Quelle: dpa
Baumwollernte

Die USA erwägen, die Einfuhr von Baumwolle aus der Region Xinjiang zu verbieten.

(Foto: dpa)

Washington Die USA erwägen einem Medienbericht zufolge wegen mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen die Einfuhr von Produkten mit Baumwolle aus der Provinz Xinjiang in China zu verbieten. Der genaue Umfang eines entsprechenden Verbotes, das am Dienstag angekündigt werden könnte, sei noch unklar, hießt es in dem Bericht der „New York Times“ am Montag. Es könnten sogar Produkte aus Drittländern betroffen sein, die chinesische Baumwolle aus Xinjiang enthielten, so der Bericht weiter.

Die Region ist bekannt für den Anbau von Baumwolle und das Textilgewerbe: Namhafte große Bekleidungshersteller lassen dort fertigen oder beziehen Baumwolle, Garn oder Stoffe aus dem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang in Lagern festgehalten. China bestreitet jegliche Misshandlung dieser Minderheit und betrachtet die Vorgänge in der entlegenen Provinz als innenpolitische Angelegenheit. Ein mögliches Einfuhrverbot der US-Regierung könnte durch das Gesetz zum Einsatz von Sanktionen gegen China wegen des Umgangs mit der muslimischen Minderheit der Uiguren („Uiguren-Gesetz“) ermöglicht werden.

Mehr: Der Streit zwischen Peking und Washington spitzt sich weiter zu: Die US-Regierung erlässt Sanktionen gegen ranghohe Vertreter Hongkongs und Chinas.

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