Merkel-Besuch Indonesien will offenbar deutsche Panzer kaufen

Indonesien will offenbar deutsche Leopard-2-Kampfpanzer kaufen - allerdings gebrauchte. Ob es wirklich zu dem Deal kommt ist nicht klar. Allerding wollen beide Staaten in Rüstungsfragen besser zusammenarbeiten.
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Merkel und Yudhoyono haben eine Rüstungszusammenarbeit beschlossen. Quelle: dpa

Merkel und Yudhoyono haben eine Rüstungszusammenarbeit beschlossen.

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Deutschland und Indonesien wollen im Bereich der Verteidigung enger zusammenarbeiten. Eine von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono vereinbarte "Jakarta Erklärung" enthalte neben Passagen über eine enge Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Umweltschutz auch einen Passus über eine Rüstungszusammenarbeit, wie der Präsident am Dienstag in Jakarta sagte.

Rüstungsgüter, die sein Land noch nicht alleine herstellen könne, "müssen wir von anderen befreundeten Staaten kaufen". Indonesien habe unter anderem von den USA, England und Australien militärisches Gerät bezogen und "jetzt Deutschland", sagte Yudhoyono. Er stellte klar, dass sein Land Rüstungsgüter nur für ein stehendes Heer brauche, um die Region weiterhin stabil zu halten. Sein Land habe nie Panzer oder Hubschrauber gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt und werde dies auch nicht tun.

Medienberichten zufolge stellte Indonesien in Deutschland eine Anfrage für die Lieferung von 100 Leopard-II-Panzern aus Bundeswehrbeständen. Die ersten 15 sollen bereits im Oktober geliefert werden, heißt es weiter. Aus deutschen Regierungskreisen gab es dazu bislang nur die Antwort, die Fragen der Rüstungskooperation "stehen nicht auf der Agenda" des Besuchs. In den Niederlanden war eine ähnliche Anfrage vom Parlament abgewiesen worden, weil die Abgeordneten fürchteten, die Waffen könnten für die Bekämpfung unliebsamer politischer Kräfte in Indonesien eingesetzt werden.

Merkel sagte allerdings in Jakarta, konkrete Gespräche "über einzelne Teile" habe es noch nicht gegeben. Sie bezog sich auf eine Erklärung der Verteidigungsminister beider Länder vom 27. Februar 2012, in der diese bereits eine Rüstungszusammenarbeit in Aussicht genommen hätten. Der Präsident und die Kanzlerin nannten allerdings auch auf Nachfrage keine Details.

Yudhoyono versicherte, die Aufrüstung der Streitkräfte diene nicht feindlichen Absichten. Die indonesische Armee sei seit 20 Jahren nicht modernisiert worden, "viele Rüstungsgüter sind veraltet". Waffen und Hubschrauber würden "nie gegen die Bevölkerung eingesetzt" und dienten allein der Verteidigung.

Nach der Übereinkunft wollen Deutschland und Indonesien auch bei der Ausbildung von Militär und Polizei enger kooperieren. Die "Erklärung von Jakarta" sieht zudem eine engere deutsch-indonesische Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel, Investitionen sowie Forschung und Technik vor.

  • dapd
  • afp
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9 Kommentare zu "Merkel-Besuch: Indonesien will offenbar deutsche Panzer kaufen"

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  • Aber Holland - das noch viel kleiner ist - hatte den Anstand, einer Waffenlieferung nach Indonesien nicht zuzustimmen.
    Und wenn man sich im Übrigen die Rüstungsexporte ansieht - anstelle der Bevölkerungsgröße - dann ist Deutschalnd (leider) nicht so unbedeutend.

  • Indonesien will die Panzer nicht gegen die eigne Bevölkerung einsetzen? Wer soll denn das glauben?
    Ist das Massaker in Ost Timor schon vergessen? Und in West Papua wurde seit der Eroberung durch Indonesische Truppen (die dann von der UN nach einem heute weithin als Farce bekannten Referendum akzeptiert wurde) zwischen 100.000 und 300.000 Menschen vom Militär und der Polizei getötet worden.
    Und das sind nicht nur längst vergangene Ereignisse. Jede Woche gibt es wieder Berichte von gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Und das Niederländische Parlament hat es wegen der Menschenrechtsverletzungen abgelehnt, Panzer nach Indonesien zu liefern. Jetzt hofft Indonesien, dass Deutschland Menschenrechte egal sind, wenn Geld verdient werden kann. Ist das nicht ein Armutszeugnis?

  • "1) Da es sich um gebrauchtes Gerät handelt, hat die "Export-Industrie" überhaupt nichts davon. Lesen hilft!"

    Der gebraucht ins Ausland verkaufte Panzer führt aber zur Neuanschaffung eines neuen Panzers beim Verkäufer.
    Oder was glauben Sie, warum sich die Autoindustrie über jeden nach Osten geklauten SUV freut.
    Weiterdenken....

  • Schnell liefern, bevor Frankreich, Großbritannien oder die USA den Umsatz einfahren.

    Deutschland wird mit 1% der Weltbevölkerung den Lauf der Zeit nicht aufhalten.

  • Das Índonesien instabil ist,hab ich nicht geschriebem
    Lesen hilft auch hier..
    Aber das ein Land nur über Waffenankauf auch weiter
    stabil bleiben will,sagt doch nur aus,das man mit allem
    rechnet..Es kann der Beste nicht in Frieden leben,
    wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt.
    Nur--ich wüßte auch nicht,von welchen der unmittelbaren Nachbarn Indonesien sich bedroht fühlen könnte.
    Vielleicht geht es da mehr,um die Stabilität im inneren.

  • 1) Da es sich um gebrauchtes Gerät handelt, hat die "Export-Industrie" überhaupt nichts davon. Lesen hilft!
    2) Wer Indonesien als "instabiles Land" bezeichnet, befindet sich seit einer Generation im Tiefschlaf.

  • Pfui, schämt euch, das Geschäft mit dem TOD


    Geht es noch ekelhafter, ihr ethischen Halbaffen

  • man sollte in instabilen Ländern,jegliches Kriegsgerät
    zerstören..Sollen sich die Barbaren doch mit Keulen
    den Kopf einschlagen und vor allem,Kinder und Mütter
    raushalten aus ihrer seit Menschheitsgedenken
    perversen Schlachten..Das ist eine unendliche Geschichte.
    Kinder brauchen dringendst überall mit ihren Müttern
    Schutzräume in Form von Land welches in Zeiten von Gewalt,
    Männern unzugänglich gemacht wird..

  • Das wird die Rüstungsindustrie aber freuen!
    Export, Export, Export!
    Egal was, zu wem und wohin!

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