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Merkel trifft Putin Zwischen Kremlkritik und Beutekunst

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Freihandelsabkommen zwischen EU und Russland auf Warteliste

Merkel wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter ist der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes. Er sagt, ein großes Ziel sei eine gemeinsame Freihandelszone der Europäischen Union mit Russland. Nun hat die EU aber gerade Verhandlungen mit der USA über ein Freihandelsabkommen beschlossen. Das wird viele Kräfte binden. Moskau muss wohl warten.

Russland ist auch gerade erst der Welthandelsorganisation WTO beigetreten. Cordes sagt dazu: „Der WTO-Beitritt Russlands hat einerseits Vertrauen geschaffen, andererseits führen protektionistische Maßnahmen etwa bei Nutzfahrzeugen, im Automobilbereich, bei Landtechnik, im Pharma-Bereich und in der Agrarwirtschaft zu einer Verunsicherung der Investoren.“

Gleichwohl gelten die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland nicht nur wegen Moskaus Öl- und Gasverkäufen als fest und eng. Merkel und Putin dürften bei ihrem Treffen aus besonderem Anlass auch darauf hinweisen, dass dies nicht immer so war. In St. Petersburg, das nächstes Jahr das Ende der Leningrader Blockade vor 70 Jahren feiert, mit der die Nazis einst die Millionstadt komplett aushungern wollten, möchten Merkel und Putin dem Deutschlandjahr in Russland einen krönenden Abschluss verleihen.

Zum erstem Mal überhaupt werden die beiden Politiker eine große Ausstellung mit Beutekunst eröffnen. Die Schau zur Bronzezeit berührt vor allem mit Blick auf 600 von Deutschland begehrte Kunstschätze ein wundes Kapitel der deutsch-russischen Geschichte. Immerhin fordert die Bundesregierung seit Jahren, dass Russland die einst von Sowjetsoldaten als Entschädigung für Kriegsverluste verschleppten Kulturgüter zurückgibt.

Dass die Russen ihre Geheimdepots geöffnet haben für diese Ausstellung, gilt als großes Zugeständnis an die deutsche Seite. Allerdings dürfte Putin Merkel auch klarmachen, dass eine Rückgabe der Schätze weiter nicht infrage komme. Grund dafür ist auch, dass Russland weiter viele Schätze in deutschen Privatsammlungen vermutet - und ihre Rückgabe vermisst.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Merkel trifft Putin: Zwischen Kremlkritik und Beutekunst"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Merkel, bevor sie sich über Putin aufregen, geben sie doch den ostdeutsche Grundbesitz zurück, den die CDU im Zuge der Wiedervereinigung enteignen ließ. Oder zahlen sie endlich die versprochen Entschädigungen aus. In 24 Jahren sollten sie das eigentlich schon geschabt haben.

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