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Merkel und Hollande bei Renzi Der lädierte Dritte im Bunde

Am Montag empfängt Renzi die Bundeskanzlerin und den französischen Präsidenten Hollande. Der italienische Premier will seinem Land mehr Gewicht verschaffen. Doch er hat eine schlechte Ausgangsposition. Eine Analyse.
18.08.2016 - 17:48 Uhr
Der italienische Premier hat zu Hause genug zu tun. Quelle: AFP
Matteo Renzi

Der italienische Premier hat zu Hause genug zu tun.

(Foto: AFP)

Matteo Renzi ist ein Meister der politischen Ikonografie. Geht es um Kultur, lässt er sich vor den Ruinen von Pompeji ablichten, geht es um Wirtschaft, in einem Vorzeigebetrieb mit jungen Menschen im Blaumann, geht es um Europa, im Saal auf dem Kapitol, wo die Europäischen Verträge seinerzeit unterzeichnet wurden.

Wegen passender Bilder empfängt er Bundeskanzlerin Merkel und den französischen Präsidenten Hollande am Montag deshalb auch nicht im Palazzo Chigi in Rom, sondern lässt sie mit dem Hubschrauber von Neapel auf ein abgelegenes Eiland bringen, das er schon vor ein paar Monaten als geschichtsträchtige Kulisse ausprobiert hatte: Ventotene war nicht nur Aufenthaltsort der vom Mussolini-Regime Verbannten, darunter der frühere Staatspräsident Sandro Pertini, sondern dort wurde 1941 auch das Manifest „Für ein freies und einiges Europa“ verfasst. Der Besuch am Grab von Altiero Spinelli gehört am Montag zum Programm.

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