Merkel und Putin „Im Grundsatz meinen wir es gut miteinander“

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„Der russische Präsident ist auch nicht auf den Mund gefallen“

Ein produktiv geführter Diskurs sein ein erster Schritt zum Fortschritt, sagte Merkel. Nicht jede Kritik sei destruktiv zu verstehen, so die Kanzlerin. Auch würde die gute Zusammenarbeit beider Länder, vor allem in der Wirtschaft, dadurch nicht in Frage gestellt. Merkel widersprach auch einer Meinung aus dem Publikum, dass Kritik, den wirtschaftlichen Beziehungen schade. Deutschland brauche russische Rohstoffe, Russland brauche Deutschland für die Modernisierung, lautete die einfache Schlussfolgerung der Kanzlerin.

Auch Putin verstand zu kontern. Als das Gespräch auf die gemeinsame Außenpolitik der EU kam, frotzelte der Kremlherrscher: Die Absprache komme einer Kartellvereinbarung gleich. Ein Verweis auf das Kartellverfahren der EU-Wettbewerbshüter gegen den Staatskonzern Gazprom. „Der russische Präsident ist auch nicht auf den Mund gefallen“, bemerkte Merkel später. „Er spricht auch aus, wenn ihm etwas nicht gefällt.“

„Wir sind gut im Gespräch“, befand Merkel, bevor sie sich mit Putin zu vertraulichen Gesprächen zurückzog. Später trafen sie sich gemeinsam mit den zahlreichen Regierungsmitgliedern aus Russland und Deutschland zur gemeinsamen Sitzung. Im Anschluss unterzeichneten Wirtschaftsvertreter mehrerer Verträge, darunter ein 1,5 Milliarden Euro schweres Abkommen zwischen Siemens und der russischen Staatsbahn RSchD. Außerdem vereinbarten beide Länder Visa-Erleichterungen für den Jugendaustausch. Der freie Reiseverkehr zwischen den Staaten wird seit langem diskutiert und war auch beim diesjährigen Petersburger Dialog wieder ein wichtiges Thema. Bis zur Visa-Freiheit sei es ein längerer Weg, sagte Merkel. Sie verstehe die Interessen der Wirtschaft, allerdings müssten auch die Argumente der Innenpolitik berücksichtigt werden.

Bei der abschließenden Pressekonferenz lobte Putin die „konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit“ beider Lände, vor allem in den Wirtschaftsbeziehungen. Der Handelsumsatz, der im vergangenen Jahr bei über 55 Milliarden Euro lag, sei in diesem Jahr bereits fünf Prozent höher und steuert damit wieder auf einen Rekord zu.

Im direkten Gespräch zwischen Putin und Merkel ging es um internationale Fragen wie die Konflikte in Syrien und Israel sowie Fragen zur Energiesicherheit. Merkel sprach jedoch erneut auch Menschenrechte und die schärferen Gesetze an, die Russland in den vergangenen Monaten verabschiedet hat. Das Fazit der Kanzlerin dazu: Es gebe in manchen Fällen noch „unterschiedliche Auffassungen und unterschiedliche Gegebenheiten.“ Das klang nicht so, als ob sich Merkel und Putin in der Sache sehr viel näher gekommen sind. Die Meinungsverschiedenheiten sind nicht ausgeräumt. Aber das übereinstimmende und eher versöhnlich stimmende Ergebnis von Kanzlerin und Präsident am Freitagabend lautete: Der Dialog muss weitergehen.

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24 Kommentare zu "Merkel und Putin: „Im Grundsatz meinen wir es gut miteinander“"

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  • Ich finde schon mal gut, daß kaum ist Merkel in Moskau, die Aktie der russischen Sberbank um über 3,5 Prozent steigt.

    Peinlich nur, wenn mit diesen durchgeknallten Gören 'Pussy Riot' jetzt Weltpolitik gemacht wird

  • merkels lieblingaband steckt sich ein huhn in den ofen http://blip.tv/ebitessami/how-to-snatch-a-chiken-4667523
    aleine für diese respektlosigkeit gegenüber esswaren und tieren sollten sie in eine anstalt gesteckt werden ... sinnloses anzünden von polizei autos finde ich dem gegenüber noch fast deren weniger schlimme aktion

  • Merkel brauch es um politisch ! ... zu existieren .
    Die Kraft von Russland ist gut , und stark . Es sind Menschen , liebe Menschen .

  • Volksprotest

    http://www.volksprotest.de

    die wahren Zahlen...Lösungen siehe Forum!

  • @nobum: höcker mit mit ohne ck sondern mit mit einfachem k!


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    ... Gru&SZlig;

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    http://www.openstreetmap.org/?lat=50.114532&lon=8.689621&zoom=18&layers=M

  • Lichenberg
    um so schöner sit es doch, dass wir so jemanden wie Sie haben, der vor Intelligenz strotzt und im Gegensatz zu allen anderen den Durchblick hat und intelligenze Beiträge schreibt.

  • dieses Blatt hat vielleicht die langweiligsten Berichterstatter, mag sein,
    aber mit Sicherheit haben sie auch die langweiligsten
    Kommentatoren erwischt.

    Schade
    wenn wir von unter der Gürtelinie sprechen,
    dann jedamls auf seiten der Kommentatoren.
    Die ewigselbige Mantra die hierbekannte abgeben
    ist verdammt langweilig.
    Wer Klasse einfordert sollte sie auch haben.
    Die Kommentatoren-Seite ist größtenteils erschreckend
    unterirdischer als die Autoren.
    Ein Bestandteil besteht darin, daß sie sich um den Artikel
    einen Dreck kümmern und ewig dasselbe DAHERSALBEN;

    UM DIE wAHRHEIT ZU SAGEN; welch kläglichen Verein
    stellt ihr eigentlich dar.

  • @ Egon

    Die Berichterstattung begrenzt sich bei uns darauf, das in den Staatsmedien die Armleuchter Altmaier ( mit offenem Mund starrend auf die Decke des Kremlpalastes ) oder Rößler ( mit Handy aufnehmend und mal mit großen Augen den Kremlpalast bestaunend ) dem Volk gezeigt werden um zu bekunden, dass sie auch mitdürften..?!!
    Soweit sind wir gekommen ! Über Sachen wie Tausch der Fußballnationalmannschaft ( Joke von Putin ) und wichtigen Beschlüssen leider komplette Fehlanzeige !

  • Das Sterben der Mainstreammedien kommt nich so plötzlich daher. Wer gebildet sein will, liest die Alternativen Medien oder auch anders sprachige Blätter. Witzig finde ich die Interpretationen anhand von zwei oder drei Sätzen - in Russland wurde die Sitzung live übertragen das ist der Unterschied zu unseren zensierten Medien. Es reicht ein oder zwei Sätze in Elend langen Berichten zu analysieren und die Debatte in eine Richtung zu steuern.... Wundern sie sich nicht wenn die Insolvenz auch eines Tages bei ihnen vor der Türe steht mit Journalismus hat das schon lange nichts mehr zu tun.

    Wo bleiben Berichte über Wirtschaftabschlüsse, wo bleibt die Anschmiedung der Bundesregierung an Russland mit dem Zitat "Deutschland braucht Russlands Ressourcen und Rohstoffe", wo bleibt Putins Zitat "Für Antisemitismus ala Pussy R. Drohen in Deutschland sogar 3 Jahre Haft" , wo bleiben Putins Worte pro Palästina und das Israel einen Flächenbrand auslösen könnte...

    Noch schaue ich hier gelegentlich vorbei um ab und an gute Berichte zu lesen jedoch werden dieses immer weniger gar rar ich hoffe sie ereilt nicht das Schicksal wie die FTD oder andere Blätter wobei ich dies jedoch annehme

  • Wann spricht den die Fr. Merkel den Hr Obama und die Engländer wegen der Entschädigung der Afrikaner in Amerika wegen der Sklavenarbeit an.
    Man sieht aus welcher Richtung der Wind weht.

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