Merkel und Sarkozy Auf einen Kaffee unter Freunden

Erst traf er sich mit Angela Merkel, dann erklärte er seine Pläne für Europa. Frankreichs Ex-Präsident Nikolas Sarkozy denkt gar nicht an sein politisches Ende. Und nutzt den Besuch in Berlin, um sich zu profilieren.
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Plausch unter alten Freunden: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy im Bundeskanzleramt. Quelle: dpa

Plausch unter alten Freunden: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy im Bundeskanzleramt.

(Foto: dpa)

Freundschaft ist das zentrale Wort des früheren französischen Staatspräsidenten Nikolas Sarkozy in seiner Rede am Freitagmittag in Berlin. Er spricht über die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland, über die persönliche Freundschaft zwischen ihm und Angela Merkel und darüber, wie nützlich diese Freundschaft während der internationalen Finanzkrise und der Euro-Rettung gewesen sei.

Im Vorfeld war mit Spannung erwartet worden, ob Sarkozy in Berlin womöglich seine erneute Kandidatur als Präsident für 2017 erklären würde. So weit kam es zwar nicht. Allerdings habe er keinerlei Interesse, die Phase seines politischen Wirkens zu beenden. „Ich hatte das eigentlich vor, aber ich habe mich anders entschieden.“ Abschied klingt zweifelsohne anders.

Sarkozy war auf Einladung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung nach Berlin gekommen. Kurz vor seiner Rede hatte er die Kanzlerin getroffen. Eine halbe Stunde nahm sich Merkel für den Ex-Präsidenten Zeit. Über den Inhalt wurde Vertraulichkeit zwischen dem einst als „Merkozy“ bezeichneten Duo vereinbart. Damit sendet Merkel ein unmissverständliches Signal. Eines, das François Hollande, Sarkozys Nachfolger, wenig schmecken dürfte. Die Kanzlerin setzt weiter auf den Konservativen Sarkozy. Und sollte der sich entscheiden, im Jahr 2017 erneut anzutreten, hätte er in Merkel wohl eine Verbündete. Schon im letzten französischen Wahlkampf hatte die Kanzlerin Sarkozy unterstützt.

Sarkozy spricht in Berlin viel über seine Regierungszeit. In diesen fünf Jahren, von 2007 bis 2012, habe es in Europa das Bedürfnis nach Führung gegeben. „Frankreich und Deutschland müssen ihre Führungsaufgabe wahrnehmen.“ Sarkozy spricht in der Gegenwartsform, spielt auf die aktuelle Situation an, ohne den Namen seines Nachfolgers in den Mund zu nehmen.

„Es gibt nicht nur ein Europa, sondern zwei“
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3 Kommentare zu "Merkel und Sarkozy: Auf einen Kaffee unter Freunden"

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  • Frau Merkels Auftritt vor dem Britischen house of parliament war "peinlich peinlich"

    Wie aufgezogen war das, eine FDJ-Rede vor dem DDR-Zentral-Kommitee. "Alle Kraft dem Sozialismus" hätte sie noch sagen sollen.

    Der grösste Witz war, dass sie angeblich von der Wende 1989 begeistert war und endlich Freiheit und Demokratie in der BRD erfahren habe.

    Das hat sie doch jetzt alles zurückverwandelt in Deutschland in eine DDR 2.0. CDU und Abgeordnete entkernt, stumm gemacht als Abstimm-Vasallen degradiert. Alles wird mit Geld erledigt.

    Sie sagt, sie braucht Grossbritannien in der EU, wahrscheinlich als "Netto-Einzahler" und damit das "durchgerührte Europa" weitergehen kann.

    Wenn Grossbritannien in der EU bleibt, dann verliert es seine Identität, seine Tradition, sein kulturelles Erbe und seine Freiheit !

    Frau Merkel steht dür die fortschreitende Diktatur aus Brüssel. Eben eine EU-Macht-Krake. Die Deutschen werden ausgplündert und entmündigt in Europa.

  • Willkommen im Club de Merkozy.

    Dieses besagt schon alles, dass dieser Typ mal wieder die
    Werbetrommel für sich rühren will.

  • Cameron hätte sich die Einladung an Frau merkel nach London sparen können.

    Er fragt doch auch nicht einen Buttler, was er wohl morgen machen wird, oder ?

    Frau Merkel gab ihre Worthülsen von sich ohne Substanz. Ferngesteuert, marionettenhaft. Cameron wollte Merkel auf den Zahn fühlen, den Lackmustest machen.

    Was er fand war nur Schwammigkeit, Unzugänglichkeit, Visionslosigkeit, Abwiegeln, Aussitzen.

    Sie hat alle Charakereigenschaften, die ich schäbig finde.

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    Wenn Seehofer Merkel so super findet, dann nur wegen genau dieser Fernsteuerbarkeit und Unbeirrbarkeit die sie gegenüber ihrer Ideologie und ihrer Obrigkeit geschworen hat, die aber die Deutschen nicht mittragen.

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    Merkel taktiert zwischen Frankreich und Grossbritannien hin und her, immer mit Hintergedanken und Intrigen verbunden, immer im Wagen bleibend. Jeder wird angegrinst, keiner weiss woran er mit ihr ist.

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