Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Merkel zum Flüchtlingsstrom „Müssen bei den Fluchtursachen beginnen“

Feste Grenzkontrollen sind keine Antwort auf die Flüchtlingskrise, sagt Angela Merkel. Die Kanzlerin will stattdessen an der Wurzel des Problems ansetzen. Sie betont aber, dass es dabei um eine „Jahrhundertaufgabe“ geht.
„Wir können nicht alle aufnehmen, denen es schlechter geht als uns“, sagt die Kanzlerin. Quelle: dpa
Merkel hält Festrede bei Eucken-Jubiläum

„Wir können nicht alle aufnehmen, denen es schlechter geht als uns“, sagt die Kanzlerin.

(Foto: dpa)

Freiburg Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Flüchtlingskrise zu einem Bekämpfen der Fluchtursachen aufgerufen. Hilfe in der Heimat der Menschen müsse in den Vordergrund rücken, sagte Merkel am Mittwoch in Freiburg bei einer Veranstaltung des Walter Eucken Instituts. „Ich glaube zutiefst, dass wir bei den Fluchtursachen beginnen müssen und dass wir die Lebensbedingungen der Menschen verbessern müssen“, sagte sie. Dies sei die Lehre des Flüchtlingsstroms: „Wir können uns um diese Aufgabe nicht länger herumdrücken.“ Klar sei aber auch, dass es schnelle Lösungen nicht gebe. „Das ist eine Jahrhundertaufgabe“, betonte die Kanzlerin.

„Wir können nicht alle aufnehmen, denen es schlechter geht als uns“, sagte Merkel weiter. Die Aufnahme von Flüchtlingen, die aus Kriegsregionen kommen und dort bedroht sind, sei jedoch europäische Pflicht und zudem verkraftbar. Diese Aufnahme abzulehnen bezeichnete sie als „nicht in Ordnung und mit unseren Wertvorstellungen nicht zusammenzubringen.“

Feste Grenzkontrollen innerhalb Europas seien keine Antwort, sagte die Kanzlerin. „Zu glauben, wir können zum alten Grenzkontrollregime zurückehren, ist relativ naiv“, sagte Merkel. Dafür sei die Welt inzwischen zu verflochten.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote