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Messengerdienst Russische Behörden wollen Chatdienst Telegram einschränken

Russland will den Zugang zum Messenger „Telegram“ beschränken. Die Behörden vermuten, dass Terroristen den Dienst nutzen, um Anschläge zu planen.
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Russische Behörden vermuten, dass Terroristen den Dienst
Der Messenger „Telegram“

Russische Behörden vermuten, dass Terroristen den Dienst "Telegram" nutzen, um Anschläge zu planen.

(Foto: Reuters)

MoskauIn einem Streit um Daten-Verschlüsselungen wollen die russischen Behörden den international beliebten Chatdienst Telegram einschränken. Die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor teilte am Freitag mit, sie habe bei einem Moskauer Gericht einen Antrag eingereicht, den Zugang zu Telegram zu beschränken. Das Gericht bestätigte dies der Agentur Interfax. Die Richter wollten in den kommenden Tagen entscheiden, wie sie mit dem Fall verfahren.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB verlangt Zugriff auf die Verschlüsselung des Chatdienstes. Die Behörden vermuten, dass Telegram auch von Terroristen genutzt wird. Konkret gehen russische Ermittler davon aus, dass sich die Drahtzieher des Bombenanschlags auf die Metro in St. Petersburg vor einem Jahr über den Dienst abgesprochen haben. Damals kamen 16 Menschen ums Leben.

Der russische Telegram-Mitgründer Pawel Durow weigert sich, die Verschlüsselung herauszugeben. Der Chatdienst hält die Forderung für verfassungswidrig.


Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die beliebte App Telegram im Iran verboten werden soll. Hintergrund: Sie soll bei Unruhen genutzt worden sein. Reformer im iranischen Parlament sind allerdings gegen einen solchen Schritt.

Mit Telegram kann man zum einen ähnlich wie bei WhatsApp oder dem Facebook Messenger chatten, Fotos und Videos austauschen oder telefonieren. Einzelne Nachrichten kann man auch so einstellen, dass sie sich nach dem Lesen automatisch löschen. Die App ermöglicht zudem, ähnlich wie bei Twitter bestimmte Kanäle zu abonnieren.

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  • dpa
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