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#MeToo-Debatte Gericht spricht Filmproduzent Harvey Weinstein schuldig

Dem Hollywood-Produzenten drohen in dem Paradeprozess für die #MeToo-Bewegung bis zu 25 Jahre Haft. Das Strafmaß wird im März verkündet.
25.02.2020 - 16:30 Uhr Kommentieren
Der US-amerikanische Produzent wurde der Vergewaltigung und Nötigung schuldig gesprochen. Quelle: AFP
Harvey Weinstein

Der US-amerikanische Produzent wurde der Vergewaltigung und Nötigung schuldig gesprochen.

(Foto: AFP)

New York Sein Name steht wie kein anderer für das Feindbild der #MeToo-Bewegung: Harvey Weinstein. Nun drohen dem Hollywood-Produzenten bis zu 25 Jahre Haft. Sieben Wochen nach Prozessbeginn hat die Jury des Gerichts im Süden New Yorks den 67-Jährigen wegen Sexualverbrechen schuldig gesprochen. Am 11. März wird der Richter das Strafmaß verkünden.

Weinstein wurde in Handschellen aus dem Gericht abgeführt. „Ich bin unschuldig. Wie kann so etwas in Amerika passieren?“, soll er laut seinen Anwälten gesagt haben. Tatsächlich aber ist Weinstein glimpflich davongekommen. Die Jury sprach ihn zwar wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung schuldig, nicht aber in dem schwersten Anklagepunkt des „raubtierhaften sexuellen Angriffs“, bei dem ihm eine lebenslange Haft gedroht hätte.

Weinsteins Anwälte haben bereits angekündigt, in Berufung zu gehen. Weinstein hat einst erfolgreiche Filme wie „Shakespeare in Love“, „Chicago“ und „Gangs of New York“ produziert. Er saß im Ausschuss der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“, die die Oscars verleiht. Mit seiner Model-Casting-Show „Project Runway“ gewann er den Emmy-Award.

Doch dann kam #MeToo. Im Herbst 2017 berichteten die „New York Times“ und das Magazin „New Yorker“ über mehrere Frauen, die angeblich von Weinstein sexuell genötigt oder gar vergewaltigt worden waren. Daraufhin meldeten sich immer mehr Betroffene öffentlich zu Wort. In dem Prozess in New York ging es nun um zwei Frauen.

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    Die Verteidiger sagten, dass zumindest eine von ihnen auch nach den Taten im freundlichen Kontakt mit ihm stand. Daher war das Urteil nicht ganz so hart, wie Beobachter zuvor erwartet hatten.

    Mehr: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kommt in vielen Facetten vor – und zwar häufig, wie eine Studie zeigt.

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