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Michelle Obama Obamas Wunderwaffe

Warum hat es Barack Obama verdient, trotz zweifelhafter Bilanz wiedergewählt zu werden? Ehefrau Michelle erklärte es den Amerikanern am Abend. In einer Rede, über die man noch sprechen wird.
10 Kommentare

Die Rede der First Lady

CharlotteMichelle Obama war etwa bei drei Vierteln ihrer Rede angelangt, als klar wurde: Sie hat funktioniert. „Yes, we can!“, brach es augenscheinlich spontan aus den Zuhörern im Saal heraus – ein Satz, der so auf großer Bühne schon lange nicht mehr zu hören war.

Die First Lady dürfte am Dienstagabend eines ihrer wichtigsten Ziele erreicht haben: Die ermüdete Parteibasis und die zweifelden Millionen vor dem Fernseher an die Magie von 2008 zu erinnern, als ihr Mann zum ersten Mal für das Amt des US-Präsidenten kandidierte. „Barack ist immer noch derselbe“, rief sie mehrfach ins jubelnde Publikum.

Die Rede der 48-Jährigen war der erste Höhepunkt der dreitägigen Convention der Demokraten in Charlotte, North Carolina. Und wie vergangene Woche bei den Republikanern auch schon Ann Romney, die Ehefrau des Obama-Herausforderers, hat Michelle Obama geliefert. Dabei hatte sie es deutlich schwerer: Ann Romney musste ihren bei vielen noch unbekannten Mann vorstellen und etwas menschlicher machen. Michelle Obama aber musste erklären, warum die Amerikaner Barack, den sie ja schon kennen, noch einmal wählen sollten.  

Was herauskam, war eine Ansprache für die Best-of-Sendungen bei künftigen Wahlparteitagen. Die populäre First Lady bewies, dass sie für den Präsidenten noch immer die effektivste und wichtigste Wunderwaffe beim Projekt Wiederwahl ist.

Mit Parteitags-üblichem Pathos - und am Ende gerührt von ihren eigenen Worten - griff Michelle Obama die Zweifel und Enttäuschung auf, die Barack nach vier Jahren Amtszeit bei seinen Anhängern und den Wählern hinterlassen hat. Seht her, er ist noch immer einer von euch!, war ihre Botschaft. „Barack weiß, was der amerikanische Traum ist, weil er ihn selbst gelebt hat“, sagte Obama. „Und er will, dass das jeder kann“. 

Die gelernte Anwältin erzählte, wie beide es aus einfachen Verhältnissen dank Ermutigung durch die Eltern und staatlicher Kredite bis ganz nach oben geschafft hätten. „Wir waren so jung, so verliebt, und so verschuldet“, sagte Obama. Sie verglich ihren Mann mit ihrem Vater, der trotz schwerer Krankheit stets fleißig arbeiten gegangen sei und für seine Kinder Geld zurückgelegt habe. Sie erwähnte Baracks rostiges Auto und den Kaffeetisch vom Müll, auf den er so stolz gewesen sei. Und die Abende am Esstisch, wenn Barack mit seinen Töchtern über ihre Sorgen in der Highschool spreche. Auch heute noch, als viel beschäftigter Präsident.

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10 Kommentare zu "Michelle Obama: Obamas Wunderwaffe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @grauh94977
    Sie sind ja lustig - USA eine "Demokratie" aus zwei Parteien!!! Und Wahlfälschungen werden mit etwas Druck in allen westlichen Medien unter den Teppich gekehrt. Und dann die andere Ländern belehren (Russland,China...) und gegen den Willen Europas in EU die Atombomben lagern und Raketen"schutzschilder" aufstellen. Alles natürlich ohne Druck und "freiwillig". Hilfe - manche sind wirklich naiv oder einfach ...(Selbstzensur)

  • also ist obama der wowi für die amis oder? nur müsste der noch nen flughafen in den sand setzen;-) das wärs. obamas neue spruch für seine wiederwahl: "wie are pour, but sexy and powerful."

  • +++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++

  • [email protected] grauh94977

    von welchem Stern kommen Sie denn?
    der amerikanische Wähler bestimmt?

    ha ha ha


    Die Medien treiben auch den amerikanischen Bürger so lange, bis er den RICHTIGEN wählt. Keine normales Volk würde diese Meute an kriegstreibern wählen, die die USA schon seit 100 Jahren fest umklammert haben.

  • "Wir waren so jung, so verliebt, und so verschuldet“, sagte Obama."

    Heute sind wir nicht mehr jung und haben gigantische Schulden aufgebaut, die wir mit selbst gedrucktem Geld bedienen ;-)

  • Also Leute Euere Einstellung zu den USA ist uns ja bekannt.
    Warum braucht ihr eigentlich noch ein Sprachrohr ,wie das konservative Handelsblatt?
    Michelle hat eine passable Rede abgegeben.
    Ob man mit dieser einverstanden ist ,ist eine Sache,dass man am Thema vorbei ätzende Kommentare abgibt,eine andere.
    Dass die Parteitage Jubeltage sind,dürfte ja selbst in Deutschland bekannt sein.
    Hier werden keine Weltprobleme gelöst oder gar Parteiprogramme verabschiedet.
    Hier geht es einfach um Aussenwirkung und sonst nichts.
    Dass Barock O Bama all seine Versprechungen einhalten kann,bezweifelten viele schon am Anfang seiner Amtszeit.
    Es gibt da noch den Kongress und die öffentliche Meinung.
    Dass er versucht hat das Machbare zu realisieren nehme ich ihm ab.
    Dass er manche enttäuscht hat ist klar.
    Aber eine Rückkehr zum Manchester Kapitalismus wollen hier viele nicht.
    Der 6.November wird zeigen wohin der Zug fährt ,ob es manchen Leuten in Deutschland passt oder nicht.
    Hier bestimmt der amerikanische Wähler und nicht Stammtischbrüder.

  • Diese Wahl geht mir - ENTSCHULDIGUNG - am Arsch vorbei.

  • warum sollte barack wieder gewählt werden.
    Er hat NICHTS bis auf seine allgemeine Krankenversicherung durchgesetzt.
    Alle Versprechen von der Schliessung Guatanamo bis zur Regulierung der banken 2008 nicht gehalten.
    Er hat mehr und nicht weniger für Militär und Rüstung ausgegeben und die Mörderdrohnen etabliert.

    Er ist ein übeler Wall Street Präsident,noch nie waren soviele Goldman Sucks Typen im Oval Office.

    Egal es ist immer die Wahl zwischen Pest(Reps) und Cholera(Demokraten)

  • Mit Killerdrohnen ist ein Krieg kein Krieg

    Eine amerikanische Drohne die mutmassliche Mitglieder der Al-CIAda in Jemen ausschalten sollte, hat 13 Zivilisten getötet, einschliesslich drei Frauen. Es handelt sich um das neueste ungesühnte Kriegsverbrechen der Obama-Regierung mit Killerdrohen, welches hauptsächlich Unschuldige aus heiterem Himmel trifft.


    Frage der Ehefrau: "Na Schatz, wie war dein Arbeitstag?" Er antwortet: "Ach ganz gut. Hab in Jemen in eine Gruppe reingeschossen und dabei 13 Terroristen getötet. Du hättest sehen sollen wie die Rakete dort reingeknallt ist. Die haben gar nichts gemerkt wie ich über sie kreiste bis sie zerfetzt wurden. Echt geil! Reich mir ein Bier und was gibt’s zu Essen?"

    Tatsächlich hat dieser Soldat wieder einen Massenmord begangen. Das ist sein Beruf. Der "Kollateralschaden" wird als notwendiges Übel der amerikanischen Bevölkerung verkauft, denn schliesslich geht es um das höhere Ziel, den "Krieg gegen den Terror" und wenn wir sie nicht dort bekämpfen, dann sind sie hier. Amerika ist wieder etwas sicherer geworden. Diese unverschämten Lügen erzählen sie dann. Das es sich in Wahrheit um ein Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt, wird ausgeblendet und verschwiegen.

  • Die Beschränkheit der US-Amerikaner ist ja nun hinlänglich bekannt, so man vor keiner Überraschungen gefeit ist, aber bei der Wahl zum Präsidenten setze ich nicht auf Barack Obama, Michelle Obama, Ann Romney oder den völlig unblaubwürdigen Mitch Romney.

    Ich setze auf die Tea-Party.

    Diese absoluten geistigen Tiefflieger haben das Zeug, jeden halbwegs normalen Wahlberechtigten in den USA davon abzuhalten, republikanisch zu wählen. Für mich ist die Tea-Party die Geheimwaffe von Barack Obama und eine Garantie für seine Wiederwahl.

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