Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Migrantencamp Moria Reporter ohne Grenzen kritisiert griechische Polizei

Die griechische Polizei will um jeden Preis Journalisten davon abhalten, über Moria zu berichten, findet Geschäftsführer Mihr. Erste Vorfälle gab es bereits.
18.09.2020 - 15:38 Uhr Kommentieren
Die Polizei schränke auch das Recht der internationalen Öffentlichkeit auf eine unabhängige Berichterstattung ein, findet der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. Quelle: dpa
Christian Mihr

Die Polizei schränke auch das Recht der internationalen Öffentlichkeit auf eine unabhängige Berichterstattung ein, findet der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

(Foto: dpa)

Berlin Nach dem Großbrand im Migrantencamp Moria auf der Insel Lesbos hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) „die willkürlichen und teils gewalttätigen Einschränkungen der Pressefreiheit durch die griechische Polizei“ verurteilt.

„Die Strategie der griechischen Behörden ist eindeutig: Sie wollen Journalistinnen und Journalisten teils sogar unter Einsatz von Gewalt davon abhalten, über ihren Umgang mit der Krisensituation in Moria zu berichten“, erklärte Geschäftsführer Christian Mihr am Freitag in Berlin.

Das verletze nicht nur das Recht der Medienschaffenden, die menschenunwürdigen Zustände dort frei zu dokumentieren. Es schränke auch das Recht der internationalen Öffentlichkeit auf eine unabhängige Berichterstattung ein.

Mihr sagte, die Medienschaffenden, sähen sich vor Ort mit wechselnden Reaktionen der Polizei konfrontiert. Teils gewährten sie Zutritt zum zerstörten Lager oder zu dem Areal, auf dem die ehemaligen Lagerbewohner ausharrten, teils verwehrten sie ihn.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Ein Fall von brutaler Polizeigewalt gegen einen Journalisten habe sich am 11. September ereignet. Ein Korrespondent sei von mehreren Beamten zu Boden geworfen worden. Die Polizisten hätten ihre Knie so fest auf seinen Körper gepresst, dass er vor Schmerzen geschrien habe, wie in einem Video zu hören sei.

    DJV fordert Auswärtiges Amt auf, sich einzusetzen

    Derweil forderte der Deutsche Journalisten-Verband das Auswärtige Amt auf, sich im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für die freie Berichterstattung aus Moria einzusetzen.

    So chaotisch die Lage auf Lesbos nach den Bränden im Flüchtlingslager Moria auch sein mag, rechtfertigt das keine Polizeischikanen gegen Reporter“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. Das Grundrecht der Pressefreiheit gelte auch auf Lesbos.

    Überall fügte hinzu: „Wer in diesen Tagen bei uns über die Aufnahme von Flüchtlingen diskutiert, braucht aktuelle und unabhängige Informationen aus dem Hotspot des Elends. Berichterstattung darf nicht an Polizeiknüppeln scheitern.“

    Mehr: EU-Parlament debattiert über Asylrecht

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Migrantencamp Moria - Reporter ohne Grenzen kritisiert griechische Polizei
    0 Kommentare zu "Migrantencamp Moria: Reporter ohne Grenzen kritisiert griechische Polizei"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%