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Migration 76.000 Migranten: USA melden Rekord-Andrang an der Grenze zu Mexiko

Über Mexiko reisen immer mehr Familien mit Kindern in die USA. Grenzbeamte sagen, die Einrichtungen seien „an der Grenze der Belastbarkeit“.
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US-Grenzschutzbehörde fordert mehr Unterstützung

WashingtonMehr als 76.000 Migranten sind im Februar ohne die nötigen Papiere über die Grenze zu Mexiko in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervorgeht. „Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze“, sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung.

In den vergangenen Monaten seien 70 Gruppen mit jeweils mehr als 100 Menschen gezählt worden, hieß es. Die Menschen überquerten illegal in sehr ländlich geprägten Gebieten mit wenigen Beamten die Grenze. Die wachsende Zahl der Familien und Kinder, die in größeren Gruppen und in entlegenen Gegenden über die Grenze kämen, stelle die Einrichtungen des Grenzschutzes sowie Nicht-Regierungsorganisationen vor eine „einzigartige Herausforderung“, sagte McAleenan. Das System sei „an der Grenze der Belastbarkeit“.

Familien und zehntausende unbegleitete Kinder machen derzeit rund 60 Prozent aller Festnahmen an der Grenze aus. Die meisten von ihnen kämen aus mittelamerikanischen Ländern wie Guatemala, Honduras und El Salvador. Grenzbeamte sagen, die großen Gruppen böten neue Gelegenheiten für Schmuggler, weil die Aufmerksamkeit sich auf die Familien richte.

Die neuen Daten spiegeln die Schwierigkeiten von US-Präsident Donald Trump wider, illegale Einwanderung einzudämmen. Er könnte sie aber auch als Beleg dafür heranziehen, dass es tatsächlich einen nationalen Notstand an der Grenze gibt - wenn auch eher einen humanitären und nicht unbedingt bei der Grenzsicherheit.

Trump will die Einwanderung über die Grenze zu Mexiko mit dem Bau einer Mauer stoppen. Zu deren Finanzierung hatte Trump im Februar den Nationalen Ntstand ausgerufen. Im US-Senat deutet sich aber ein Mehrheitsvotum gegen den Notstand an, nachdem auch Senatoren von Trumps Republikanern Unterstützung für eine solche Resolution signalisiert hatten.

Jüngst hatte es mehrere Todesfälle von Menschen im Gewahrsam des US-Grenzschutzes gegeben. Nach dem Tod zweier Kinder aus Guatemala im Dezember war im Februar ein 45 Jahre alter Mann aus Mexiko in der Obhut der Behörden gestorben.

In der Grenzstadt El Paso in Texas soll außerdem ein neues Vorgangszentrum gebaut werden, das besser auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern zugeschnitten ist und medizinische Betreuung bieten kann – es sei aber keine langfristige Lösung, sagen Beamte. Der Grenzschutzbeamte McAleenan sagte, die erweiterten medizinischen Bemühungen seien zwar eine Hilfe, um mit dem Anstieg umzugehen, die Lösung sei aber nicht nachhaltig.

Brexit 2019
  • ap
  • dpa
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