Migration Immer weniger Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer

Die gefährliche Überquerung des Mittelmeers scheint viele Flüchtlinge nach Europa abzuschrecken. Sie weiche nun auf andere Routen aus.
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Fast die Hälfte der Migranten, die über die Mittelmeerroute ankamen, gingen in Spanien ans Land. Quelle: dpa
Migranten in Spanien

Fast die Hälfte der Migranten, die über die Mittelmeerroute ankamen, gingen in Spanien ans Land.

(Foto: dpa)

GenfRund 40 Prozent weniger Migranten sind in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Europa gekommen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bis zum 10. Oktober seien es 88.000 gewesen, verglichen mit gut 144.000 im Vorjahr, wie die UN-Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf berichtete.

Dagegen sind über die Landroute in diesem Jahr wieder deutlich mehr Menschen überwiegend nach Ost- und Mitteleuropa gekommen: knapp 19.000 bis Anfang Oktober, etwa sieben Mal so viele wie im vergangenen Jahr.

Fast die Hälfte der über das Mittelmeer ankommenden Flüchtlinge und anderen Migranten gingen in Spanien ans Land. In Italien kamen dagegen im Oktober so wenige Menschen wie seit fast fünf Jahren nicht mehr an – im Durchschnitt weniger als 300 in der Woche.

Migranten sind nach der Definition der IOM alle Menschen, die ihren Wohnort verlassen – egal aus welchen Gründen, wie lange oder ob freiwillig oder unfreiwillig. Flüchtlinge dagegen suchen Schutz vor Krieg oder vor drohender Verfolgung, etwa wegen ihrer Religion, Nationalität oder politischen Überzeugungen. Damit sind Flüchtlinge auch Migranten.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Migration: Immer weniger Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer"

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  • Wenn die Schlepperflotte ausfaellt, kommt wohl in Italien niemand mehr an. Aber bei
    Gibraltar kann man auch mit einem Schlauchboot ueber setzen - kentern nicht ausgeschlossen.

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