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Militärführung Sudans Opposition beendet Streik – und ist zu Verhandlungen mit Militär bereit

Die Verhandlungen zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung sollen nach einem Streik in der vergangenen Woche nun fortgesetzt werden.
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Nach monatelangen Massenprotesten wurde Sudans Machthaber Omar al-Baschir im April von den Streitkräften abgesetzt. Seitdem verhandelten die Militärführung und die Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung. Quelle: dpa
Sudanesische Demonstranten

Nach monatelangen Massenprotesten wurde Sudans Machthaber Omar al-Baschir im April von den Streitkräften abgesetzt. Seitdem verhandelten die Militärführung und die Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung.

(Foto: dpa)

KhartumDie Opposition im Sudan hat ihren am Sonntag begonnenen Streik beendet. Sie will außerdem nach eigenen Angaben mit Hilfe eines Vermittlers erneut mit der Militärführung verhandeln. Es gebe keine direkten Gespräche geben, sondern es werde nur durch einen äthiopischen Mediator mit dem militärischen Übergangsrat verhandelt, sagte am späten Dienstagabend Madani Abbas Madani, ein führender Vertreter des Gewerkschaftsbündnisses SPA. Das Bündnis ist der Organisator der Massenproteste der vergangenen Monate. Bei den Verhandlungen wird es demnach um einen so genannten Souveränen Rat gehen, der höchstes Organ einer künftigen Übergangsregierung sein soll.

Zudem werde der Streik beendet, teilte die SPA auf Twitter mit. Zunächst hatte es geheißen, der Streik werde so lange fortgesetzt, bis die Militärführung die Macht an eine zivile Übergangsregierung übergebe. Am Dienstag blieben in der Hauptstadt Khartum viele Läden geschlossen, einige öffneten jedoch wieder.

Nach monatelangen Massenprotesten wurde Sudans Langzeitmachthaber Omar al-Baschir im April von den Streitkräften abgesetzt. Seitdem verhandelten die Militärführung und die Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung, allerdings brachen die Gespräche dann ab. Streitpunkt war, wer letztendlich im Souveränen Rat das Sagen haben wird.

Vergangene Woche lösten dann Sicherheitskräfte gewaltsam eine Sitzblockade in Khartum auf, dabei starben einem Ärzteverband zufolge mehr als 100 Menschen und mehr als 500 weitere wurden verletzt. Die Opposition rief danach den Streik aus. Um zwischen den beiden Seiten zu vermitteln reiste Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed am Freitag nach Khartum.

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  • dpa
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