Militärschlag gegen Gaddafi Nato-Länder wollen in Libyen eingreifen - aber streiten weiter

Die Offensive von Libyens Machthaber Gaddafi setzt die Nato in Zugzwang. Sie hat sich jetzt dazu durchgerungen, die Durchsetzung des Flugverbots zu unterstützen. Doch ob sie dabei die Führung übernimmt ist weiter unklar.
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Ein kanadischer CF-18 Kampfjet bereitet sich auf die Landung vor. Quelle: Reuters

Ein kanadischer CF-18 Kampfjet bereitet sich auf die Landung vor.

(Foto: Reuters)

Tripolis/DüsseldorfDie 28 Nato-Staaten haben sich am Dienstag grundsätzlich auf einen Plan zur Durchsetzung eines Flugverbots über Libyen geeinigt. Sie beschlossen nach Angaben von Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen einen entsprechenden Operationsplan. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der seit Freitag währende Streit um die Führungsrolle bei den Militärschlägen gegen das Regime von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi bereits beigelegt ist. Damit die Nato tätig werden kann, ist ein weiterer Beschluss der Mitgliedstaaten nötig. Dieser wird frühestens am Mittwoch erwartet. Einzelheiten über den Operationsplan in Sachen Flugverbot wurden zunächst nicht bekannt.

Am Boden setzten die Machthaber Muammar Gaddafi ergebenen Streitkräfte mit Unterstützung von Panzern ihre Angriffe auf die von den Rebellen gehaltene Städte Sintan und vor allem Misrata fort. "Das Stadtzentrum liegt unter Beschuss. In Misrata ist ein Massaker im Gange", sagte ein Sprecher der Aufständischen. Dutzende Menschen wurden getötet.

Die USA wollen die Leitung des Luftwaffeneinsatzes so schnell wie möglich abgeben. Man werde sich auf Luftabwehrstellungen in dünn besiedelten Gebieten konzentrieren, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Anatoli Serdjukow in Moskau. Dieser verurteilte den Tod von Zivilisten durch Luftangriffe.

Großbritannien will das Kommando des Libyen-Einsatzes der Nato übertragen, trifft damit aber auf Vorbehalte Frankreichs.

Die Regierung in Paris argumentiert, die zur Unterstützung des Einsatzes wichtigen arabischen Staaten lehnten eine Führungsrolle der Nato ab. Deshalb sollte das von Frankreich, Großbritannien und den USA geführte Bündnis die politische Leitung des Einsatzes übernehmen und die Nato die militärischen Einrichtungen bereitstellen. Andere Nato-Mitglieder stellten angesichts der Schäden der Luftangriffe die Aufrechterhaltung der Flugverbotszone infrage, wie ein Diplomat berichtete.

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12 Kommentare zu "Militärschlag gegen Gaddafi: Nato-Länder wollen in Libyen eingreifen - aber streiten weiter"

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  • sind wir von einem mexikanischen Drogenkartell übernommen worden und ich habs nicht mitgekriegt?

  • -----dann wären wir heutevor der Frage,ob deutsche Soldaten nach Libyen gehen---- Westerwelle
    -----keine deutsche Soldaten für Awacsüberwachungsflugzeuge im Mittelmeer---de Maiziere
    ---Merkel ist "traurig",dass einige massgebliche Politiker ihrer Partei anderer Meinung als sie---
    Aber alle 3 sagten auch" Gaddafi muss weg "
    Kasperltheater,wenns nicht so traurig wäre.

  • http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752447,00.html

    mal lesen, was für Friedenskämpfer das sind

  • Krieg in Libyen schon lange geplant - na so ein Zufall :
    http://www.youtube.com/watch?v=9eSb-EpL4fY&feature=player_embedded

  • na toll, dann wird Super noch teurer

  • Die NATO ist hochgradig korrupt und wird größtenteils gelenkt von der USA.
    KEINER hat sich in Libyen einzumischen, zumal dieser Konflikt eh künstlich inszeniert wurde, genauso wie der Aufruhr in Ägypten oder Tunesien.
    Die nächste Station ist dann der Iran.
    Spätestens dann beginnt der 3. Weltkrieg !

  • Es ist unerheblich ob Gaddafi demokratisch ist oder nicht. Die Angriffe von den ehemaligen Kolonialstaaten auf Libyen sind überhaupt nicht zu rechtfertigen. Es ist nichts anderes als ein barbarischer Akt und Einmischung in innere Angelegenheiten eines souverenen Staates Libyen.
    Wo war denn der Westen und die UNO und die befürworter des Friedens als İsrael die palestinensische Bevoelkerung mit Hightech-Waffen bombardierte? Nun Gaddafi hatte ja zuvor Europa gewarnt, dass Europa schwarz wird falls kein Geld für Afrika locker gemacht wird. Das scheint den kleinen rasistischen Franzosen gar nicht gefallen zu haben. Vielleicht will dieses kurzgekommene Komplexbündel Carla auf der internationalen Bühne so imponieren (womöglich klappt es im Bett nicht mehr wie am Anfang der Beziehung)? Es ist keine friedliche Zivilbevölkerung, die Gaddafi bekaempft, sondern von dem Westen (vor allem Frankreich) angestachelte und bewaffnete Kriminelle, die die Macht mit Gewalt an sich reissen wollen. Durch die millitaerische Einmischung verliert der Westen und die UNO an Glaubwürdigkeit und fügen noch mehr Leid im Land zu.


  • Was hat Lybien mit Nato/Bündnisfall zu tun? Die Nato wird doch nur am Leben gehalten um in einer zu erwartende UN-Armee aufzugehen, meine Meinung. Die Nato als Hüter der Menschenrechte, hahaha...;)

  • Nun mal langsam mit den jungen Pferden. Die NATO brachte uns erstmals über 60 Jahre Frieden und ist solange notwendig, bis Rußland seine Linie gefunden hat und sich einordnen kann.
    Zweitens liegt kein Natofall vor. Es geht um die Umsetzung einer UN-Resolution, an der sich jeder Staat beteiligen kann und dient ausschließlich dem Schutz von Zivilpersonen.
    Frankreich hat die prekäre Lage der Freiheitskämpfer zuerst erkannt und militärisch notwendig gehandelt. Das begründet keinen Führungsanspruch. Das damit wachsenen Vertrauen in Frankreich kann allerdings für Frankreich vorteilhaft sein.

  • Schämt Euch! Da werden Menschen abgeknallt die ein selbstbestimmtes Leben führen möchten und sich von Gaddafi unterjochen lassen wollen. Die NATO ist sicherlich zu reformieren und der Zeit anzupassen aber dennoch ein Instrument das funktionieren kann. Die Polizei wird ja auch nicht abgeschafft nur weil bei einer Demo die Taktik nicht hinhaut oder ein Unbeteiligter die Macht des Wasserwerfers spürt.

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