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Militärübung Machtdemonstration: US-Flugzeugträger fahren Manöver in Sichtweite chinesischer Kriegsschiffe

Im Südchinesischen Meer hat eine US-amerikanische Militärübung stattgefunden, um China „ein Zeichen der Entschlossenheit zu senden“.
06.07.2020 - 11:40 Uhr Kommentieren
Die US-Marine hatte schon in der Vergangenheit Träger ins Südchinesische Meer verlegt, um dort ihre Macht zu demonstrieren. China beansprucht rund 90 Prozent der rohstoffreichen See. Quelle: dpa
US-amerikanischer Flugzeugträger (Archivbild)

Die US-Marine hatte schon in der Vergangenheit Träger ins Südchinesische Meer verlegt, um dort ihre Macht zu demonstrieren. China beansprucht rund 90 Prozent der rohstoffreichen See.

(Foto: dpa)

Tokio In Sichtweite zu chinesischen Kriegsschiffen haben zwei US-Flugzeugträger am Montag Manöver im Südchinesischen Meer absolviert. „Sie haben uns gesehen, und wir haben sie gesehen“, sagte der Kommandant des Flugzeugträger „Nimitz“, Admiral James Kirk, in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Die gemeinsamen Übungen mit dem Flugzeugträger „Ronald Reagan“ und den auf den Kriegsschiffen stationierten Kampfjets hatten am 4. Juli begonnen, dem US-Unabhängigkeitstag.

Die US-Marine hatte schon in der Vergangenheit Träger in die Region verlegt, um dort ihre Macht zu demonstrieren. Die Manöver dieses Jahr fallen allerdings in eine Zeit erhöhter Spannungen zwischen den USA und China wegen der Corona-Pandemie.

Es habe keine Zwischenfälle im Kontakt mit den chinesischen Kriegsschiffen gegeben, sagte Kirk.

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    Die USA werfen China vor, die Krise auszunutzen, um seine international umstrittenen territorialen Ansprüche auf das Südchinesische Meer und andere Seegebiete zu festigen. China dagegen bezeichnet die US-Übungen als Machtdemonstration, die dazu diene, einen Keil zwischen die Länder der Region zu treiben.

    Die beiden US-Trägergruppen haben eine Besatzung von insgesamt rund 12.000 Soldaten. Auf den Trägern sind jeweils rund 90 Jets stationiert. Das US-Verteidigungsministerium hat erklärt, die Manöver sendeten ein Zeichen der Entschlossenheit, das internationale Recht der freien Schiff- und Luftfahrt durchzusetzen.

    China beansprucht 90 Prozent des rohstoffreichen Südchinesischen Meers, über dessen Seewege jedes Jahr ein Handelsvolumen von etwa drei Billionen Dollar abgewickelt wird, für sich. Das Land hat auf Atollen künstliche Inseln als Stützpunkte errichtet, bezeichnet seine Absichten aber als friedlich.

    Brunei, Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam erheben dagegen eigene Ansprüche auf Teile des Seegebiets.

    Mehr: Die Regierungen in Peking und Washington gehen im Streit miteinander zunehmend rücksichtloser vor. Europa gerät immer mehr zwischen die Fronten.

    • rtr
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