Millionendeal Russland verkauft Militärflugzeuge an Syrien

Russland will offenbar mitten im Syrienkonflikt 36 Kampfjets an das Land liefern. Einem Medienbericht zufolge hat der Vertrag einen Wert von 550 Millionen US-Dollar. Mit dem Deal soll das Assad-Regime unterstützt werden.
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Russische Kampfflugzeuge vom Typ Mig 29. Quelle: AFP

Russische Kampfflugzeuge vom Typ Mig 29.

(Foto: AFP)

MoskauInmitten des Syrienkonflikts verkauft Russland dem arabischen Land einem Medienbericht zufolge 36 militärische Trainingsflugzeuge des Typs Jak-130 (Nato-Code: „Mitten“). Der Vertrag im Wert von 550 Millionen US-Dollar (etwa 427 Millionen Euro) sei bereits unterschrieben worden, berichtete die Moskauer Zeitung „Kommersant“ am Montag unter Berufung auf den staatlichen Rüstungskonzern Rosoboronexport. Der Verkauf sei ein Zeichen der Unterstützung für das Regime von Präsident Baschar Assad, hieß es.

Die zweistrahlige Jak-130 kann mit Bomben sowie mit Raketen für den Luftkampf und die Bekämpfung von Erdzielen ausgerüstet werden. Die syrische Regierung des umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad ist ein enger Partner und Waffenkäufer der UN-Vetomacht Russland. Eine Quelle nannte das Blatt nicht. Sollte sich der Deal bestätigen, würde sich Moskau damit offen gegen internationale Bemühungen stellen, den Druck auf das Assad-Regime angesichts von dessen harten Vorgehen gegen den Aufstand in Syrien zu erhöhen.

Vor allem die USA kritisieren russische Rüstungsexporte nach Syrien scharf. Moskau weist die Vorwürfe zurück: Es gebe kein international bindendes Waffenembargo gegen das Land. Ein russisches Schiff mit 60 Tonnen Munition hatte vor kurzem in Syrien angelegt.

Der einflussreiche Außenpolitiker Michail Margelow warnte unterdessen vor einem Bürgerkrieg in dem Krisenland. „Derzeit steckt die Situation in Syrien in einer Sackgasse“, sagte Margelow, der zugleich Sonderbeauftragter des Kremls für Afrika ist, nach Angaben der Agentur Interfax. Nach UN-Angaben kostete die Gewalt in dem Land seit März vergangenen Jahr rund 5.400 Menschen das Leben.

  • dpa
  • dapd
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11 Kommentare zu "Millionendeal: Russland verkauft Militärflugzeuge an Syrien"

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  • Weise Worte - ernsthaft und präzise gewählt.
    Doch fallen sie auf fruchtbaren Boden? Ist der ehrenhafte Anspruch auf Gleichbehandlung, selbstformende Edukation und Friedfertigkeit durch Wissen WIRKLICH auf die gesamte Weltbevölkerung, oder im Speziellen auf die "Bewohner von Nahost" anzuwenden? Oder hilft beim Musel-Affen, genau wie beim Ami-Proll nur die harte Hand des strengen Vaters, welche um begrenzten geistigen und sozialen Kompentenzen seinen Sohnes weiß?

  • Wieso wird das Assad-Regime mit den Verkauf von Kampfflugzeugen unterstützt? Sollen die etwa auch gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden?

  • @tetsuo

    Wie ein Vater mit seinem Sohne ist er bedächtig, ruhig, besonnen, er weiß, was auf den Sohn noch so alles zukommen wird im Leben, daher drückt er auch schon mal ein Auge zu, er verurteilt ihn nicht, da er ja erst einmal seine Werkzeuge durch "Ausprobieren" entdecken und anzuwenden lernen muss.

    So wie sich ein Kind oft nicht im Klaren ist, dass es einem Tier weh tut, wenn es dieses schlägt, tun manche Menschen vieles auch nur, da sie sich ihrer Tat und der entsprechenden Folge nicht wirklich bewusst sind. (Man schlachtet einfach mal die palästinensische Urbevölkerung ab und baut sich schnell eine Atombombe).

    Und genauso sehe, und nur so kann ich sie sehen, die Israelis und Amis, wie unreife Kinder, Rebellen, die mit aller Kraft gegen den Vater aufmüpfen wollen, mit aller Kraft beweisen wollen, dass sie genauso stark sind - doch der Vater lächelt nur und lässt sie sich austoben. Jedes Kind, was einen Streit vom Zaun reißt, will doch nur von der eigenen Unfähigkeit ablenken. aber irgendwann wird das Kidn auch erwachsen werden.


  • @Pendler: Schnauze, Kleingeist.

    Mal ganz abgesehen von dem Wahrheitsgehalt in Andre`s Kommentar, ist dieser lediglich unglücklich formuliert.
    Ich kann Ihnen keinen Vorwurf machen, anscheinend handelt es sich bei Ihrem Besuch um einen Eingabefehler. Ihr Forum befindet sich nach wie vor unter www-bild-de.

  • Sollte Syrien nun auch noch in die Hände der streng islamischen Kämpfer fallen, wird es für Israel langsam eng. Umgeben von steng islamischen Staaten, welche nicht grade im Verdacht stehen jüdisch-freundlich zu sein, wird Israel wohl in Zukunft vor unlösbaren militärischen Problemen stehen. Das hätte man sich aber beim Mossad und CIA auch vorher überlegen können, bevor man die Dose der Pandora öffnet.

  • Ich bin ganz ihrer Meinung. Aber selbst bei unserem staatlichen Rundfunk (ZDF, wenn ich mich recht erinnere) kam durch, wenn man aufmerksam war, dass sich unter den "Freiheitskämpfern" in Lybien auch britische Agenten befanden. Seltsam fand ich auch, dass sich die Aufständischen dort, wo der Aufstand doch dezentral stattfand, so schnell auf einen Übergangsrat (demokratisch ??) geeinigt hatten, der dann relativ zügig die Ölvorkommen des Landes an Total, etc. verteilt hatte.

  • @ Andre

    stimmt, sie ja von der israelischen Friedenbewegung.

  • Syrien: Insider beschreibt die Zustände in den NATO-Medien
    Im britischen "Guardian" erschien am 17. Januar ein erhellender Artikel von Jonathan Steele. (Zitate)
    "Die meisten Syrer unterstützen Assad - doch das hörst du nie aus den Westmedien."

    Angenommen eine respektable Meinungsumfrage findet heraus, dass die meisten Syrer für Bashar al-Assads Verbleib als Präsident sind, wäre das nicht eine Hauptnachricht? Besonders, wenn das Ergebnis der dominierenden Erzählung über die Syrien-Krise widerspricht und Medien normalerweise dem Unerwarteten mehr Neuigkeitswert bemessen als dem Bekannten?

    Leider Gottes nicht in jedem Falle. Wenn die Berichterstattung über ein entstehendes Drama aufhört fair zu sein und sich in eine Propagandawaffe verkehrt, werden unbequeme Fakten unterdrückt.

    So geschehen mit der jüngsten Umfrage der YouGov Siraj poll on Syria der "Doha Debates", bezahlt von der Qatar Foundation. Das Schlüsselergebnis war, während die meisten Araber ausserhalb Syriens fühlen, der Präsident sollte zurücktreten, ist die Einstellung im Land eine andere. 55% wollen, dass Assad bleibt, motiviert von der Angst vor einem Bürgerkrieg. ...

  • Oberstes Ziel muss es sein zu verhindern, dass auch Syrien in die Hände der Muslime fällt. Es reicht, dass das finstere Mittelalter wieder in Nordafrika eingezogen ist.
    Darum sind die aufständischen Muslime niederzumachen.

  • "Russland verkauft Militärflugzeuge an Syrien."
    Warum auch nicht?
    Russland hat ein berechtigtes Wirtschaftsinteresse an Syrien. Ob es den USA und Israel nun passt oder nicht, Russland und China sind ernst zu nehmende Gegner in dem Poker um die Macht!
    Nur Dumm-Deutschlands Regierung kapiert als Bückling wieder nichts. Wir sollten uns da fein heraushalten, zumal es um ständige Angriffskriege in souveräne Staaten geht, bei denen wir absolut NICHTS zu suchen haben. Aber als USA-höriger Schleimbeutel, der Deutschland ist, müssen Merkel und Schwesterwelle ja vor den ehemaligen Siegern und heutigen Eigentümern Deutschlands kriechen und sich noch tiefer bücken und verbiegen.

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