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Mindestens 100 Tote und 200 Verletzte Zahlreiche Tote bei Explosionen im Irak

Bei mehreren verheerenden Anschlägen gegen schiitische Gläubige im Irak sind am Dienstag mindestens 150 Menschen getötet und 200 weitere verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich während Feiern schiitischer Moslems in Kerbela und Bagdad. Die Attentate vom Dienstag haben zum schwersten Blutbad seit dem Sturz von Präsident Saddam Hussein vor fast einem Jahr geführt.
Auch diese Moschee in Bagdad war betroffen. Foto: dpa

Auch diese Moschee in Bagdad war betroffen. Foto: dpa

HB BAGDAD. Die nahezu zeitgleichen Sprengstoffanschläge in der Hauptstadt Bagdad und dem Wallfahrtsort Kerbela richteten sich gegen schiitische Gläubige, die sich zu zehntausenden anlässlich ihres Aschura-Festes versammelt hatten. Ein Sprecher der schiitischen Bevölkerungsmehrheit vermutete die Täter im Umkreis des Terrornetzwerks El Kaida oder unter den Anhängern des alten Regimes.

Bei einem schiitischen Schrein im Bagdader Außenbezirk Kadhimija hatten sich nach Angaben der lokalen Miliz drei Selbstmordattentäter unter die Menge gemischt und ihre Sprengstoffgürtel gezündet. 75 Menschen seien ums Leben gekommen, berichtete der arabische Nachrichtensender El Dschasira unter Berufung auf Krankenhaus- Mitarbeiter.

Zur selben Zeit wurden in der für Schiiten heiligen Stadt Kerbela südlich von Bagdad bei mehreren Explosionen mindestens 70 Menschen getötet. Unter den Opfern seien zahlreiche Pilger aus dem Nachbarland Iran, berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die Zahl der Verletzten gab El Dschasira für beide Städte mit mehr als 200 an. Der US-Sender CNN berichtete sogar von rund 200 Verletzten in Bagdad und 300 in Kerbela.

An den Explosionsorten waren die Straßen von Leichen, abgerissenen Körperteilen und rauchenden Trümmer übersät. Leblose Körper wurden auf Lastenkarren fortgebracht. Die Menschen rannten in Panik wild gestikulierend davon. US-Soldaten wurden mit Steinen beworfen und feuerten Warnschüsse in die Luft.

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