Mindestens 30 Milliarden Dollar Türkei und Iran wollen Handel ankurbeln

Kurz nach der Einigung im Atomstreit zwischen den UN-Vetomächten und dem Iran, will die Türkei den Handel mit Teheran deutlich ausbauen. Ziel sei das Handelsvolumen auf 30 Milliarden Dollar mindestens zu verdoppeln.
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Der „Oberste Führer“ des Iran, Ajatollah Sejjed Alī Chāmene’ī (r.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei dessen Besuch in Teheran. Die beiden Länder wollen ihren bilateralen Handel deutlich ausbauen. Quelle: dpa
Aufeinander angewiesen

Der „Oberste Führer“ des Iran, Ajatollah Sejjed Alī Chāmene’ī (r.) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei dessen Besuch in Teheran. Die beiden Länder wollen ihren bilateralen Handel deutlich ausbauen.

(Foto: dpa)

IstanbulDie Türkei und der Iran wollen den Handel zwischen beiden Ländern ankurbeln. Wenige Tage nach dem Durchbruch im Streit über das iranische Atomprogramm unterzeichneten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein iranischer Amtskollege Hassan Ruhani am Dienstag in Teheran eine Reihe von Abkommen, durch die das Handelsvolumen auf 30 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt werden soll.

Im vergangenen Jahr umfasste der bilaterale Handel rund 14 Milliarden Dollar. Am Wochenende hatten sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran auf eine Einschränkung des Atomprogramms geeinigt, um den Bau von Atomwaffen auszuschließen. Der Westen will im Gegenzug Wirtschaftssanktionen lockern.

Die Türkei und der Iran stehen nach Angaben von Analysten bereits jetzt in wirtschaftlicher Abhängigkeit. Demnach ist die Türkei auf iranisches Gas angewiesen, und der Iran braucht dringend Export-Märkte. Beide Präsidenten spielten in Stellungnahmen die politischen Differenzen im Jemen herunter. Die schiitischen Huthi-Rebellen in dem arabischen Land sind mit dem Iran verbündet, während die Türkei die Intervention Saudi-Arabiens zugunsten der sunnitischen Regierung unterstützt.

„Mich sorgen weder Schiiten noch Sunniten, mich sorgen Muslims“, erklärte Erdogan. Ruhani sagte, er sei sich mit Erdogan einig, dass das Blutvergießen beendet werden müsse.

  • rtr
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