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Mindestens 53 Tote Verheerende Autobombenanschläge auf Markt in Bagdad

Neue Anschläge haben im Irak abermals Dutzende Menschen in den Tod gerissen. Bei einem koordinierten Angriff mit drei Autobomben auf einen Bagdader Markt wurden am Samstag 53 Personen getötet und 121 verletzt.

HB BAGDAD. In Al Wahada südlich der Hauptstadt raste ein Mann mit einem Tanklastzug in eine Bushaltestelle. 20 Menschen kamen bei dem Zwischenfall ums Leben, der nach Einschätzung der Polizei kein Unfall war. US-Soldaten töteten bei der Suche nach Aufständischen neun Menschen, darunter zwei Frauen und ein Kleinkind.

Zu dem Dreifach-Anschlag auf den Lebensmittelmarkt im überwiegend von Schiiten bewohnten Bagdader Stadtteil Al Fadhil bekannte sich zunächst niemand. Tags zuvor war allerdings ein sunnitisches Viertel Ziel eines Angriffs irakischer und amerikanischer Soldaten gewesen, die nach Aufständischen suchten. Beobachter vermuteten deshalb eine Vergeltungsaktion.

Bei ihrer Razzia in der westlichen Provinz Anbar zerstörten US-Truppen zwei Häuser, die nach Militärangaben von Aufständischen genutzt wurden. Getötet wurden mindestens sechs Extremisten sowie zwei etwa 40 Jahre alte Frauen und ein zweijähriges Kind. Die Militärführung warf den Aufständischen vor, Zivilpersonen als „menschliche Schutzschilde“ zu missbrauchen. In den vergangenen Tagen wurden bei US-Einsätzen wiederholt unbeteiligte Zivilpersonen getötet.

Einen Monat nach dem Todesurteil gegen Saddam Hussein hat der Expräsident formell Berufung eingelegt, wie ein Justizsprecher in Bagdad mitteilte. Der gestürzte Staatschef erhielt am 5. November wegen eines Massakers an 148 Schiiten die Todesstrafe. Das Urteil ging automatisch an ein Berufungsgericht, das unbegrenzt Zeit zur Prüfung hat. Sollten Urteil und Strafmaß bestätigt werden, muss die Todesstrafe binnen 30 Tagen vollstreckt werden.

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