Mindestens zehn Verletzte Anschlag auf Bar in kenianischem Touristenort

Terror im Ferienparadies: In der Hochsaison greifen mutmaßliche Extremisten in Kenia ein Lokal am Indischen Ozean an. Der Granaten-Anschlag ist kein Einzelfall: Kenia wurde zuletzt regelmäßig von Anschlägen erschüttert.
Update: 02.01.2014 - 08:44 Uhr Kommentieren
Mit seiner Schönheit lockt Diani Beach in Kenia die Touristen an den Indischen Ozean. Quelle: Reuters

Mit seiner Schönheit lockt Diani Beach in Kenia die Touristen an den Indischen Ozean.

(Foto: Reuters)

NairobiBei einem Anschlag auf ein Restaurant in der kenianischen Küstenstadt Diani sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Unbekannte hätten eine Granate in eine Bar geworfen, sagte der Polizeichef des Touristenorts am Indischen Ozean, Jack Ekakuro, am Donnerstag. „Wir hatten eine Explosion bei der Bar und etwa zehn Menschen wurden verletzt“, sagte Ekakuro. Tote soll es keine gegeben haben.

Wie die Zeitung „The Nation“ unter Berufung auf die Behörden berichtete, wurde der Sprengkörper am Donnerstagmorgen gegen 3.00 Uhr in die Bar in Diani geworfen. Eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden. Diani liegt rund 35 südlich von der kenianischen Hafenstadt Mombasa und ist das touristische Zentrum der Südküste des ostafrikanischen Landes. Die Zeit um Weihnachten und Silvester gilt als Hochsaison.

Die Sicherheitslage in der Region ist schon seit Monaten prekär: Die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz verübt immer wieder Anschläge als Vergeltung für den Einsatz kenianischer Truppen in Somalia. Die Gruppe war auch für den Anschlag auf das Einkaufszentrum Westgate in der Hauptstadt Nairobi verantwortlich, bei dem im September mindestens 67 Menschen getötet worden waren.

Zielscheibe sind zudem immer wieder Ausländer, da die Terroristen den Tourismus schädigen wollen – eine der wichtigsten Einnahmequellen des ostafrikanischen Landes. Erst im Dezember waren zwei britische Touristen in der Nähe von Diani Beach mit einer Granate angegriffen worden, die jedoch nicht explodierte. Die Behörden haben zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz, darunter auch bewaffnete Soldaten, die an den Stränden patrouillieren.

  • dpa
  • afp
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