Minen-Explosion Mindestens 13 Tote bei Taliban-Angriff in Westafghanistan

Anhaltende Gefechte zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Taliban-Kämpfern fordern erneut mindestens 13 Todesopfer.
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Afghanistan: Mindestens zehn Tote bei Taliban-Angriff Quelle: dpa
Taliban in Afghanistan

Ghazni: Zwei mutmaßliche Taliban haben die Hände hinter dem Rücken mit Kabelbinder zusammengebunden bekommen und werden von zwei bewaffneten Sicherheitsleuten bewacht.

(Foto: dpa)

KabulBei Gefechten zwischen Polizei und Aufständischen sind in Afghanistan mindestens 13 Menschen getötet worden. Am Donnerstagabend sei am Straßenrand eine Mine explodiert, dann habe eine Rakete ein Fahrzeug mit Verstärkungen für die Polizei getroffen, sagte der Gouverneur von Schindand im Westen das Landes, Schukrullah Schaker. Anschließend habe es stundenlange Gefechte gegeben.

Shaker sagte, zehn Polizisten seien getötet worden, unter ihnen ein Kommandeur. Vier Beamte hätten Verletzungen erlitten. Auch unter den Angreifern habe es Tote gegeben, es sei aber nicht klar, wie viele. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Im Osten des Landes griffen die Taliban einen Polizeiposten in Gardes an, der Hauptstadt der Provinz Paktia. Dabei seien mindestens drei Polizisten getötet worden, sagte Polizeichef Gul Agha Ruhani. Zu diesem Angriff bekannten sich die Taliban.

In den vergangenen Tagen waren bei Gefechten in der Provinz Ghasni bereits Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Im Konflikt zwischen den Taliban und der Regierung in Afghanistan sind nach UN-Angaben in den ersten drei Monaten des Jahres mehr Zivilisten getötet worden als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe es 763 zivile Todesopfer gegeben (1. Quartal 2017: 715, hieß es am Donnerstag in einem Bericht der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan, UNAMA.

Demnach haben die radikalislamischen Taliban 511 Zivilisten getötet, das sind sechs Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2017. Auf das Konto der regierungsnahen Truppen und US-Militär gehen 176 getötete Zivilisten. Im Vorjahreszeitraum waren es 165. Wer für die restlichen getöteten Zivilisten verantwortlich ist, wurde in dem Bericht nicht aufgelistet.

Zwischen Anfang Januar und Ende März wurden dem Bericht zufolge weitere 1495 Zivilisten verletzt. Die Mission rief alle an dem Konflikt Beteiligten auf, Zivilisten besser zu schützen.

  • ap
  • dpa
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