Missglückte Twitter-Aktion Hillary Clintons Emoji-Gate

Social Media ist aus dem Leben eines US-Politikers nicht mehr wegzudenken. Doch nicht jede Aktion gelingt dabei - das bekam nun Hillary Clinton zu spüren.
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Die US-Präsidentschaftskandidatin forderte in einem Tweet ihre Follower auf, in drei „Emojis“ oder weniger zu erklären, wie sie sich mit ihren Studenten-Schulden fühlen. Quelle: dpa
Hillary Clinton

Die US-Präsidentschaftskandidatin forderte in einem Tweet ihre Follower auf, in drei „Emojis“ oder weniger zu erklären, wie sie sich mit ihren Studenten-Schulden fühlen.

(Foto: dpa)

San FranciscoSeit Präsident Barack Obama 2008 und 2012 souverän gezeigt hat, wie man mit Twitter und Facebook ganze Wahlkämpfe zu seinen Gunsten beeinflussen kann, ist jeder Kandidat und jede Kandidatin selbsternannte Internet-Expertin und Jugend-Versteher(in). So auch Hillary Clinton.

In einem Tweet forderte sie ihre mehr als vier Millionen Follower auf, in drei „Emojis“ oder weniger zu erklären, wie sie sich mit ihren Studenten-Schulden fühlen.

Emojis sind kleine Bildchen, die ohne Worte Gefühle, Stimmungen oder Situationen ausdrücken sollen, sozusagen die Weiterentwicklung der Emoticons wie dem berühmte „Smilie“ :-).

Private und staatliche Kredite in Höhe von zusammen 1,2 Billionen Dollar lasten auf 40 Millionen Abgängern von Hochschulen und Universitäten in den USA. Ein gewaltiges Problem, das nach Meinung vieler Experten die Erholung der amerikanischen Wirtschaft behindert. Jungen Leuten fehlt das Geld für Autos oder Wohnungen, sie bleiben bei ihren Eltern wohnen, bis die Schulden abbezahlt sind, und verschieben eine Familiengründung.

Wer in den ersten Jahren keine Anstellung findet, der zahlt nicht selten noch Mitte 40 an seinen Studenten-Darlehen. Praktisch jeder Möchtegern-Präsidentschaftskandidat auf beiden Seiten des politischen Spektrums hat den Kampf gegen die Studenten-Überschuldung auf seine Fahne geschrieben.

Angesichts der Schwere der Probleme waren die Antworten vieler Twitterer auf die Bitte der ehemaligen US-Außenministerin, freundlich formuliert, ein kleiner Rückschlag. Von Verärgerung bis völligem Unverständnis darüber, dass eine ernste Diskussion auf drei Witzbildchen statt Worte reduziert werden soll, reichten die Antworten.

Sachkundige Twitterer bemängelten auch direkt das Fehlen wichtiger grafischer Ausdrucksmöglichkeiten, um die Frage kompetent beantworten zu können. Mit zu den beliebtesten Emojis gehörten unter den bislang über 2000 Antworten Totenkopf und ein kleiner Haufen Fäkalien.

Clinton ist nicht alleine mit fragwürdigen Twitteraktionen
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