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Mit Mauern gegen die Globalisierung? Sündenbock Freihandel

Die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Trump und Clinton sind nicht die Einzigen, die im Moment die Schuld für Jobverluste und wirtschaftlichen Niedergang beim Freihandel suchen. Warum das falsch ist. Eine Analyse.
17.03.2016 - 12:35 Uhr
Bei vielen Menschen grassiert die Angst vor einer unkontrollierten Globalisierung.  Quelle: AFP
Demo in Brüssel gegen TTIP

Bei vielen Menschen grassiert die Angst vor einer unkontrollierten Globalisierung. 

(Foto: AFP)

„Protektionismus ist für mich Zerstörung“, rief Ronald Reagan seinen Landsleuten 1986 in einer Radioansprache zu. Barrieren für den Freihandel zerstörten Wachstumschancen und Jobs, warnte der damalige US-Präsident, und alle seine Nachfolger haben sich mehr oder weniger daran gehalten. Bis heute.

Die beiden führenden Kandidaten im Rennen um die US-Präsidentschaft würden das Bekenntnis zum Freihandel so nicht mehr unterschreiben. Im Gegenteil. Donald Trump, eindeutiger Favorit bei den Republikanern, schürt mit seiner Antifreihandelsrhetorik bewusst die Ängste und Wut der amerikanischen Mittelschicht. Und Hillary Clinton, der nach ihren Vorwahlsiegen diese Woche die Kandidatur für die Demokraten kaum noch zu nehmen ist, hat sich aus wahltaktischen Motiven von Freihandelsabkommen wie der Trans-Pacific Partnership (TPP) distanziert und will selbst das 20 Jahre alte Nafta-Abkommen mit Mexiko und Kanada neu aushandeln.

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