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Mittelmeer EU geht wegen Gas-Erkundungen auf Sanktionskurs gegen Türkei

Türkische Gaserkundungen im Mittelmeer sorgen weiter für Unmut. Die EU plant offenbar Sanktionen. Doch die Türkei zeigt sich davon unbeeindruckt.
09.12.2020 - 14:41 Uhr Kommentieren
Die Einsätze türkischer Erkundungsschiffe im Mittelmeer sorgen für Unmut. Quelle: dpa
Erdgasstreit

Die Einsätze türkischer Erkundungsschiffe im Mittelmeer sorgen für Unmut.

(Foto: dpa)

Brüssel Die EU will im Zusammenhang mit umstrittenen Gaserkundungen im Mittelmeer den Sanktionskurs gegen die Türkei offenbar verschärfen. Das geht aus einem Entwurf für ein gemeinsames Papier für das EU-Gipfeltreffen am Donnerstag hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Demnach sollen weitere Firmen und Einzelpersonen aus der Türkei auf einer seit 2019 existierenden Sanktionsliste der EU landen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die Türkei Mitte Oktober im Streit über Erkundungen vor der Küste Zyperns und Griechenlands zum Einlenken aufgefordert und zugleich Sanktionen für Dezember nicht ausgeschlossen.
Die Regierung in Ankara hatte damals kurz vor dem EU-Gipfel ein Gas-Explorationsschiff aus umstrittenen Seegebieten zurückbeordert und es nach einer erneuten Erkundungsreise erst vorige Woche wieder abgezogen. EU-Ratspräsident Charles Michel hatte die Türkei daraufhin vor einem „Katz-und-Maus-Spiel“ mit der EU gewarnt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf der EU vor, „niemals ehrlich“ gegenüber seinem Land gewesen zu sein. Zugleich erklärte er am Mittwoch, er mache sich wegen möglicher Wirtschaftssanktionen der EU gegen die Türkei keine Sorgen: „Im östlichen Mittelmeer werden wir unsere gesamten Rechte schützen“, fügte er hinzu.

Im Sommer waren die Spannungen zwischen den Nato-Bündnispartnern Türkei und Griechenland eskaliert. Beide Länder schickten Kriegssschiffe in die umstrittene Mittelmeerregion und ließen Militärmanöver absolvieren.

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    Der Türkei drohen auch US-Sanktionen wegen des Kaufs eines russischen Luftabwehrsystems, das aus Sicht der Nato ein Sicherheitsrisiko für die eigene Militärtechnik darstellt. Dazu sagte Erdogan, hoffentlich könne er die Angelegenheit mit dem gewählten Präsidenten Joe Biden besprechen, wenn dieser im Amt sei. „Ich kenne Biden sehr gut. ... Tatsächlich ist er jemand, der mich zu Hause besucht hat.“

    Mehr: Im Konflikt mit der Türkei fühlt sich Griechenland von der EU nur halbherzig unterstützt. Vor allem die Enttäuschung über die Haltung Deutschlands ist groß.

    • rtr
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