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Mittelmeer Möglicherweise 40 Flüchtlinge ertrunken

Vor der Küste Libyens sind möglicherweise sind erneut Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben von Überlebenden sind bei einer Überfahrt 40 Menschen gestorben. Leichen wurden bislang aber nicht gefunden.
24.07.2015 - 12:05 Uhr Kommentieren
Möglicherweise sind wieder 40 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. 80 weitere konnten gerettet werden. Quelle: dpa
Seenotrettung im Mittelmeer

Möglicherweise sind wieder 40 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. 80 weitere konnten gerettet werden.

(Foto: dpa)

Rom Bei einem neuen Bootsunglück im Mittelmeer könnten möglicherweise bis zu 40 Migranten ertrunken sein. Das hätten etwa 80 Überlebende berichtete, die von einem sinkenden Schlauchboot vor der Küste Libyens gerettet worden seien, sagte Federico Fossi, Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Italien.

„Momentan sind weitere Nachforschungen der Behörden im Gang“, sagte er am Donnerstag. „Aber man sollte vorsichtig sein, die Menschen sind schwer traumatisiert.“ Nach Angaben des UNHCR und der Hilfsorganisation „Save the Children“ berichteten die Überlebenden von 35 bis 40 Toten.

Der Tod vor der Haustür
Grenzzaun in Ceuta
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Ein Mann steht an einem Grenzzaun in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika: Die Außenposten der Europäischen Union auf dem afrikanischen Kontinent sind zum Ziel Zehntausender Flüchtlinge geworden. Oft stürmen sie in großen Massen gleichzeitig auf den haushohen und militärisch gesicherten Grenzzaun zu – mit dramatischen Folgen...

(Foto: Reuters)
Grenzzaun in Melilla
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Ein afrikanischer Migrant versucht sich vor dem Schlagstock eines spanischen Grenzpolizisten zu schützen: Die zweite spanische Exklave auf afrikanischem Boden gilt als gelobtes Land für viele Flüchtlinge. Schließlich gilt: Wenn ein Flüchtling einmal europäischen Boden betreten hat, darf er nicht ohne abgeschlossenes Asylverfahren ausgewiesen werden. Die Praxis weicht allerdings oft von den Gesetzen ab...

(Foto: ap)
In Reih' und Glied
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Afrikanische Flüchtlinge an der spanischen Grenze in Melilla: Sogenannte „Pushbacks“, unrechtmäßig angeordnete und gesetzliche nicht legitimierte Abschiebungen von Flüchtlingen, nehmen Menschenrechtsorganisationen zufolge wieder zu. Den Migranten wird dadurch eine der letzten, der ohnehin verzweifelten, Fluchtoptionen verwehrt.

(Foto: ap)
Hotspot Libyen
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Die verzweifelte Lage der Migranten treibt sie ihn Bürgerkriegsländer wie Libyen. Dort erwarten sie Rechtlosigkeit, Willkür und Gefängnis. In Libyen sitzen viele Flüchtlinge grundlos über Monate und Jahre hinweg hinter Gittern. Da erscheint jede noch so gefährliche Fluchtmöglichkeit als sicherer Ausweg – zumal es in den Herkunftsländern oft noch schlimmer zugeht...

(Foto: dpa)
Kampf um Brot
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In einem Flüchtlingslager für Jesiden im Nordirak wird die Brotverteilung zum Überlebenskampf: Nicht nur die armen Länder der Subsahara-Länder sorgenmit Leid, Hunger und Unrecht für einen steten Flüchtlingsstrom, auch die vielen Krisen im Nahen Osten vertreiben die Menschen aus ihrer Heimat. Oft bleibt ihnen nur der Seeweg ins gelobte Land Europa...

(Foto: ap)
Flüchtlingsboot im Mittelmeer
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Mindestens 200 Flüchtlinge in einem überfüllten und seeuntauglichen Boot vor der italienischen Insel Lampedusa: In der Hoffnung auf Arbeit und Frieden haben sich im vergangenen Jahr mehr Menschen denn je zuvor auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer gemacht. Die Route nahmen Angaben des UN-Menschenrechtsrats zufolge mehr als 207.000 Menschen. Dabei starben Tausende...

(Foto: dpa)
Gefahr im Verzug
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20 Seemeilen nördlich der libyschen Küste: Ein überfülltes Flüchtlingsboot. Mindestens 3419 Flüchtlinge starben Angaben der Vereinten Nationen zufolge 2014 bei dem Versuch, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Das Mittelmeer wird damit zum Massengrab.

(Foto: ap)

Die italienische Küstenwache konnte nicht bestätigen, dass es ein Unglück gegeben hat. „Das sind die Erzählungen der Überlebenden, es wurden keine Leichen gefunden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Überlebenden, die überwiegend aus dem südlichen Afrika stammten, waren vom deutschen Marine-Schiff „Holstein“ nach Sizilien gebracht worden. Ihren Angaben zufolge war das Schlauchboot mit etwa 120 Menschen an Bord am Mittwoch von Libyen aus gestartet.

Schon nach kurzer Zeit hatte es Luft verloren, woraufhin die Migranten einen Hilferuf absetzten. Dann seien die ersten Menschen ins Wasser gestürzt, weitere bei einer Rettungsaktion durch ein Handelsschiff, berichtete der UNHCR unter Berufung auf Zeugen.

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