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Modernisierung Mexiko will in Ölraffinerien investieren

Vorbild Mexiko: Als erstes Schwellenland will der Nachbar der USA seine Treibhausgasemissionen reduzieren. Präsident Nieto kündigte an, Milliarden Dollar in die Modernisierung der mexikanischen Ölraffinerien zu stecken.
08.12.2015 - 22:23 Uhr
Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto verspricht mehr Engagement für den Klimaschutz - in Milliardenhöhe. Quelle: dpa
Klimakonferenz in Paris

Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto verspricht mehr Engagement für den Klimaschutz - in Milliardenhöhe.

(Foto: dpa)

Mexiko-Stadt Mexiko will 23 Milliarden Dollar (21,1 Milliarden Euro) in die Modernisierung seiner Raffinerien stecken, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren.

Das Büro von Präsident Enrique Peña Nieto kündigte am Dienstag an, dass 3,1 Milliarden Dollar bis kommendes Jahr in sechs Raffinerien der staatlichen Ölfirma Pemex investiert werden sollen, um den Schwefelgehalt des produzierten Benzins zu senken.

"Dies sind grüne Investitionen, die die Umwelt und die Gesundheit der Mexikaner schützen", sagte Peña Nieto bei der Vorstellung der Pläne in der Raffinerie Tula.

Den Plänen zufolge sollen zudem drei Milliarden Dollar in drei Raffinerien und eine Gasfabrik gehen, damit diese ihre eigene Elektrizität produzieren können.

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    Durch die Umstellung soll den Angaben zufolge der Ausstoß von Treibhausgasen um 3000 Tonnen pro Megawatt reduziert werden. Insgesamt sollen die Anlagen 2300 Megawatt Strom pro Jahr produzieren. Außerdem will die Regierung 13 Milliarden Dollar investieren, um die Kapazitäten zur Verarbeitung von Rohöl zu erhöhen.

    Weitere 3,9 Milliarden Dollar sollen investiert werden, um den Import von schwefelhaltigem Diesel zu senken. Durch die Investitionen sollen 63.000 neue Jobs entstehen.

    Der Präsident sagte, die Projekte seien durch die im vergangenen Jahr unterzeichnete Energiereform ermöglicht worden, die den Öl- und Gassektor für private Investitionen öffnet. "Es ist möglich für Mexiko, sowohl wirtschaftlich zu wachsen und sich zu entwickeln, als auch seine Umwelt zu schützen und zu respektieren", sagte Peña Nieto.

    Der Präsident stellte die Pläne vor, während auf der UN-Klimakonferenz in Paris die Staatengemeinschaft über Schritte zur Eindämmung des Klimawandels berät. Mexiko war das erste Schwellenland dieses Jahr, das Klimaziele für die Konferenz angegeben hatte.

    Es sagte dabei zu, von 2026 an seine Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Demnach sollen sie bis 2030 um 22 Prozent verringert werden, während der Einsatz von Kohle um 51 Prozent gesenkt werden soll.

    • afp
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