Mögliche NSA-Abhöraktion Paris bestellt US-Botschafter ein

„Vollkommen inakzeptabel“ nennt Frankreichs Außenminister Laurent Fabius eine mögliche Abhöraktion des US-Geheimdienstes NSA in seinem Land. Aus diesem Grund muss der US-Botschafter bei der Regierung vorsprechen.
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Frankreichs Außenminister Fabius: Wegen einer mögliches Abhöraktion der NSA muss der US-Botschafter sich rechtfertigen. Quelle: AFP

Frankreichs Außenminister Fabius: Wegen einer mögliches Abhöraktion der NSA muss der US-Botschafter sich rechtfertigen.

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LuxemburgAls Reaktion auf eine mögliche weitreichende Abhöraktion des US-Geheimdienstes NSA in Frankreich bestellt die französische Regierung „umgehend“ den US-Botschafter ein. „Diese Praktiken, die das Privatleben verletzen, sind zwischen Partnern vollkommen inakzeptabel“, sagte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Rande eines EU-Treffens am Montag in Luxemburg. Frankreich wolle daher eine schnelle Versicherung, dass diese Methoden nicht mehr angewandt würden. Er kündigte die Einbestellung des US-Botschafters am Montagvormittag ins französische Außenministerium an.

Wie die französische Tageszeitung „Le Monde“ unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden berichtete, späht der US-Geheimdienst NSA offenbar massiv die Telefonate französischer Bürger aus. Allein zwischen Anfang Dezember 2012 und Anfang Januar 2013 seien 70,3 Millionen Telefonverbindungen aufgezeichnet worden. An einem einzigen Tag seien es fast sieben Millionen Telefondaten gewesen.

Laut „Le Monde“ zeichnete die NSA zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 an einzelnen Tagen bis zu knapp sieben Millionen Telefondaten auf. Bei der Verwendung bestimmter Telefonnummern würden die Gespräche automatisch aufgezeichnet. Auch würden SMS und ihre Inhalte aufgrund bestimmter Schlüsselwörter abgefangen. Die Verbindungsdaten der Zielpersonen würden systematisch gespeichert.

Die Ausspionierung der Telefonate französischer Bürger durch die NSA läuft laut „Le Monde“ unter einem Programm mit dem Namen „US-985D“. Wofür dieser Code stehe, sei unklar. Für das Abfangen von Telefondaten aus Deutschland gebe es Programme mit den Namen „US-987LA“ und „US-987LB“. Die zum Ausspähen der Telefonate in Frankreich verwendeten Technologien würden als „DRTBOX“ und „WHITEBOX“ bezeichnet. Einzelheiten seien nicht bekannt. Mittels „DRTBOX“ seien 62,5 Millionen der 70,3 Millionen Telefondaten abgefangen worden, mit „WHITEBOX“ die restlichen 7,8 Millionen.

Ziel seien nicht nur Terrorverdächtige, berichtet „Le Monde“ unter Berufung auf die Snowden-Dokumente. Es seien auch die Telefondaten von Franzosen abgefangen worden, die offenbar nur wegen ihrer Geschäftstätigkeit oder der Mitarbeit in der Regierung oder bei Behörden für die NSA interessant waren. Laut „Le Monde“ interessierte sich der US-Geheimdienst im Januar zudem besonders für E-Mail-Konten des französischen Internetanbieters wanadoo.fr, der rund 4,5 Millionen Nutzer hat, und E-Mail-Konten des US-französischen Telekommunikationsausrüsters Alcatel-Lucent.

„Le Monde“ hat die Snowden-Dokumente nach eigenen Angaben von dem Journalisten Glenn Greenwald erhalten, der eng mit Snowden zusammenarbeitet und seine Enthüllungen in der britischen Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte. „Le Monde“ plant in den kommenden Tagen weitere Veröffentlichungen.

Frankreichs Innenminister Manuel Valls bezeichnete die „Le Monde“-Enthüllungen als „schockierend“. „Das verlangt nach präzisen Erklärungen der US-Behörden in den kommenden Stunden“, sagte Valls dem Sender Europe 1.

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8 Kommentare zu "Mögliche NSA-Abhöraktion: Paris bestellt US-Botschafter ein"

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  • Sein neuer Name in US lautet George W. Obama.President der VS Barack Obama der Nobel-Friedenspreis-President.Der Korruptions-Spitzel-President der woechentlich die Killerlists unterzeichnet von Personen die mit Dronen ermordet werden sollen.Unter seiner Regie ist weltweit liquidiert+gefoltert und wird geweigert den Foltertempel Guantanamo Bay zu schliessen.Obama hat den AfganistanKrieg eskaliert, hat 2 neue Kriege angezettelt, Lybien + Syrien und geht in die Geschichte ALS Kriegspresident. Natuerlich konnte ein Nobel-Friedenspreis-Komitee damals nicht uebersehen was noch alles geschehen koennte,deshalb war es schon eine Dummheit jemand im Anfang seiner Karriere einen Friedenspreis zu erteilen. Aber wann kommt die Korrektur und wird der Nobel-Friedenspreis zurueckgefordert von einer Person die spottet mit dem Nobel-Institut in Oslo??Wenn die schon laengst ueberfaellige Korrektur noch lange ausbleibt koennte das bedeuten das der Nobel-Friedenspreis kaeuflich ist

  • Na ja, Frankreich ist souverän, Deutschland nicht. Deshalb hat Deutschland nix zu fordern, Deutschland hat zu gehorchen. So einfach ist das.

  • Komisch auch, daß noch keiner unserer Politiker als Maßnahme die Verstärkung der Spionageabwehr oder soetwas gefordert hat.

  • Na wer wird sich denn so aufregen!
    Die Amis haben Euch das Elsaß schon zweimal zugeschanzt, was ist dagegen daß bißchen abhören!?
    Freunde sird Ihr allemal - den geimeinsamen Feind habt Ihr auch. Laissez-faire mes amis!

  • Wieso verstehen Sie nicht? Die Deutschen haben doch mehrheitlich die Herren wiedergewählt. Somit ist die Affäre für diese Herren und für die Mehrheit doch erledigt. Ruhe sanft, Michel!"

  • "Ideen hat die Dt.Telekom schon genannt...."

    jo ne geile Idee *lol*
    Endlich keinen Spam mehr mit yahoo, hotmail, gmail etc., und alle sind glücklich ...

  • Na, die Franzosen machen wenigstens das Richtige: den Botschafter einbestellen, anstatt wie D den Innenminister fuer einen fruchtlosen Feigenblatt-Besuch nach USA zu schicken.
    Naechster Schritt fuer eine regierung, die den Schutz ihrer Buerger ernst nimmt waere ein eurpaeisches Netz, das keine Knoten in USA hat. Ideen hat die Dt.Telekom schon genannt....

  • Ich verstehe, dass nicht. Friedrich und Kauder haben doch gesagt, dass die Affäre vorbei ist?

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