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Mörserangriff bei Irak-Besuch Ban Ki Moon muss in Deckung gehen

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich am Donnerstag überraschend mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki getroffen – und dabei gleich einen drastischen Eindruck von der Lage im Irak bekommen.
Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon war in Bagdad zu Besuch. Foto: dpa Quelle: dpa

Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon war in Bagdad zu Besuch. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB BAGDAD. Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki in der vom Militär abgesperrten „Grünen Zone“ ist in der Nähe eine Mörsergranate eingeschlagen. Ban suchte kurz Schutz hinter einem Podium, wurde aber nicht verletzt.

Die meisten Besuche hochrangiger Politiker im Irak werden aus Sicherheitsgründen bis zur Ankunft geheim gehalten. An diesem Freitag wird Ban in Ägypten erwartet. Die Gespräche des Uno-Generalsekretärs in der Region sollen sich vor allem um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesse, die Rolle der Vereinten Nationen im Irak, den Konflikt in Darfur und die Regierungskrise im Libanon drehen. Er will als Gast auch am Gipfel der Arabischen Liga in Riad am kommenden Mittwoch teilnehmen.

Verhandlungen mit sunnitischen Rebellen bestätigt

Ban wurde nach seiner Landung auf dem Flughafen der irakischen Hauptstadt mit dem Hubschrauber in die streng bewachte Grüne Zone gebracht. Es war der erste Irak-Reise eines ranghohen Vertreters der Vereinten Nationen seit dem Besuch von Bans Vorgänger Kofi Annan im November 2005.

Die irakische Regierung unterhält nach eigenen Angaben seit drei Monaten Kontakte zu sunnitischen Aufständischen mit dem Ziel, sie zur Niederlegung ihrer Waffen zu bringen. Ein Mitarbeiter des Ministeriums für Nationalen Dialog und Versöhnung, Saad Jusif al Muttalibi, erklärte, die Initiative für die Gespräche sei von den Aufständischen ausgegangen. Sie hätten im Irak und im Ausland stattgefunden.

Al Kaida im Irak und Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein seien nicht dabei, wohl aber Mitglieder der verbotenen Baath-Partei Saddams, sagte Al Muttalibi der Nachrichtenagentur AP. Die Verhandlungen steckten derzeit in einer Sackgasse.

Die Aufständischen wollten ihre Waffen erst niederlegen, wenn es einen Zeitplan für den Rückzug der amerikanischen Soldaten gebe. Die Regierung hält dies aber erst dann für möglich, wenn die Sicherheit im Land wiederhergestellt ist. Der Ministeriumsmitarbeiter erklärte, es seien weitere Gespräche geplant.

In den vergangenen drei Jahre hatte es mehrfach Berichte über Kontakte mit Rebellengruppen gegeben. Über Inhalte wurde jedoch nichts Konkretes bekannt. Gruppen, die sich an den Gesprächen beteiligen, bestreiten dies häufig.

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