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Mohammad Sidique Khan war kein unbeschriebenes Blatt Geheimdienst ließ London-Bomber laufen

Einer der Londoner Selbstmordattentäter ist nach einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr von den Ermittlungsbehörden durchleuchtet worden.
Auch die Videoüberwachung des Zentrums von London konnte die Anschläge nicht verhindern. Foto: dpa Quelle: dpa

Auch die Videoüberwachung des Zentrums von London konnte die Anschläge nicht verhindern. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB LONDON. Der Inlandsgeheimdienst MI5 sei bei der Überprüfung jedoch zu dem Schluss gekommen, dass von dem Hilfslehrer Mohammad Sidique Khan keine Bedrohung ausgehe, berichtete die „Sunday Times“ unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten. Deshalb sei der 30-jährige nicht unter Beobachtung gestellt worden. Bei der damaligen Untersuchung sei es um Hinweise auf Pläne gegangen, eine Bombe vor einem Nachtclub in der Londoner Innenstadt explodieren zu lassen. Die britische Polizei hat bisher immer gesagt, die vier Selbstmordattentäter seien den Behörden vorher nicht aufgefallen.

Doch auch nach einem Bericht des „Independent on Sunday“ war Khan kein unbeschriebenes Blatt. Demnach hat der El-Kaida-Helfer Mohammed Junaid Babar in amerikanischer Haft ausgesagt, dass Khan ihm von einem Terroristentreffen in Pakistan bekannt sei. Ein anderer der Londoner Attentäter, Germaine Lindsay, soll in den USA auf einer „Beobachtungsliste“ gestanden haben.

Nach dem Bericht einer israelischen Zeitung könnte Khan auch an einem 2003 in Israel verübten Attentat beteiligt gewesen sein. Er sei vor zwei Jahren nach Israel gereist, berichtete die Zeitung „Maariv“ am Sonntag. Dort habe er zwei Briten pakistanischen Ursprungs geholfen, einen Selbstmordanschlag auf eine Bar in Tel Aviv vorzubereiten, schrieb das Blatt unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Beide Männer hätten je einen Anschlag geplant, es sei jedoch nur eine Bombe detoniert und habe am 30. April 2003 drei Israelis in den Tod gerissen. Der andere Mann, dessen Sprengsatz augenscheinlich nicht explodierte, flüchtete und ertrank kurz darauf. Seine Leiche wurde im Meer gefunden.

Die britische Polizei wollte diese und andere Zeitungsberichte nicht kommentieren. Sie veröffentlichte am Freitagabend aber ein Bild von einer Sicherheitskamera, das die vier Attentäter beim Betreten des Bahnhofs Luton zeigt. Weniger als 90 Minuten danach zündeten sie in Londoner U-Bahnen die ersten drei der vier Bomben

Bei den in Londoner U-Bahn-Zügen und einem Linienbus verübten Anschlägen waren vor zehn Tagen 55 Menschen ums Leben gekommen.

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